Brome: Parasit sucht sich Bachstelze als Wirt aus

Auch Tiere sind vor Zeckenbissen nicht sicher

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Im Nacken dieser Bachstelze hat sich eine Zecke festgesaugt. Auch Tiere bleiben nicht verschont.

Brome – Mit steigenden Temperaturen beginnt im zeitigen Frühjahr die Zeckensaison. Im Gras und an Büschen warten die Spinnentiere auf Warmblüter. Hat die Zecke ein Opfer gefunden, sucht sie beim potentiellen Wirt eine geeignete Stelle zum Blutsaugen.

Wird ein Mensch befallen, so ist der Blutverlust gering, obwohl eine vollgesaugte Zecke bis zu 200 mal so viel wiegen kann wie eine hungrige. Die eigentliche Gefahr für Menschen besteht in der Übertragung verschiedenster Erreger, wie Borrelien oder vom FSME-Virus.

Aber auch für Tiere sind Zecken nicht harmlos. Eine Bachstelze war scheinbar zahm, denn ihr Fluchtreflex war stark herabgesetzt. Erst bei genauem Hinsehen war der Grund für ihr Verhalten sichtbar. Eine Zecke hatte sich im Nackenbereich festgesetzt und bereits derartig vollgesogen, dass ihr Körper aus dem Gefieder herausguckte. Der Vogel ließ sich leider nicht einfangen, sonst hätte der Parasit entfernt werden können. Am nächsten Tag war die Bachstelze tot. Die Zecke aber war quicklebendig. Ob der Blutverlust oder eine Krankheitsübertragung zum Tode des Vogels geführt hat, kann man nur vermuten.

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