DSL-Ausbau in Lessien gerät ins Stocken / Gemeinde bemüht sich um Kabelversorgung / Ausschreibung für Tülau

Der Anschluss lässt auf sich warten

Das Breitbandnetz wird stetig ausgebaut. In Lessien dauert es indes noch mit dem DSL-Anschluss. Die Gemeinde Ehra-Lessien ist auf der Suche nach einer Lösung. Foto: picture-alliance

Ehra/Lessien. Die Internet-Surfer in Lessien müssen wohl noch auf schnelles Internet warten – zumindest auf den DSL-Zugang per Kabelversorgung. Der Ausbau des Breitbandes in Gemeinschaft mit der Gemeinde Tülau ist ins Stocken geraten.

Derzeit gehen die Lessiener per Funk ins Netz.

Die Telekom sollte mit dem Ausbau starten. „Der Konzern hat versucht, von den Gemeinden Ehra-Lessien und Tülau eine Verpflichtungsvereinbarung zu bekommen, worin sichergestellt ist, dass die Gemeinde die Zahlungen in voller Höhe gewährleisten, auch wenn der Fertigstellungtermin 31. Dezember 2012 nicht erreicht wird“, berichtet Ehra-Lessiens Bürgermeisterin Jenny Reissig. Demnach müsste die Kommune „nicht, wie bewilligt zehn Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 225 474 Euro tragen, sondern die gesamte Summe“.

Die Gemeinde sagte Nein. Die Telekom wollte laut Gemeinde „vom Land eine Verlängerungsbewilligung erlangen“. Doch auch das Land sagte Nein, da diese vor dem Beginn der Maßnahme nicht erfolgen könne. Der Konzern wollte sich auf eine Verlängerung der Maßnahme nach Baubeginn „nicht einlassen“.

Dann hat die Gemeinde gehandelt. „Der Deutschen Telekom wurde seitens der Gemeinde ein Widerrufsbescheid zugestellt, da diese ihre Aufgaben nicht erfüllen wollen“, so Ehra-Lessiens Bürgermeisterin. Die Telekom hat sich auf Anfrage bis Redaktionsschluss gegenüber dem IK nicht zum Ausbau der Breitbandversorgung geäußert.

In Tülau soll der vom Land geförderte Ausbau Formen annehmen. „Damit nun wenigstens die Zuschüsse für Tülau gesichert werden können, wurde für Tülau-Fahrenhorst neu ausgeschrieben. In Lessien geht es indes per Funk der Firma Vodafone ins Netz, „doch ist die Gemeinde weiterhin bemüht, eine Kabelversorgung für Lessien zu erreichen“, merkt Reissig an. Dafür wollte die Kommune sogar noch tiefer in die eigene Tasche greifen. „Es wurde darüber nachgedacht, doch die vollen Kosten von zirka 130 000 Euro zu tragen, doch das ist per Landesgesetz verboten.“

Die Suche nach einer Lösung geht weiter – und das Warten für die Lessiener somit auch.

Von Benjamin Post

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