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Anbau bis April? Bromes Kitaplatz-Rechnung geht wohl auf

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Von: Paul Gerlach

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Drei spielende Kinder in einem Bällebad.
Es wird knapp, aber am Ende sieht es so aus, als wenn auch für das kommende Jahr die Platzvergabe in den Kindertagesstätten der Samtgemeinde Brome aufgeht. © dpa

Samtgemeinde Brome – Den Hochrechnungen zufolge wird die Gleichung bei der Platzvergabe in den Kindertagesstätten in der Samtgemeinde Brome für Februar aufgehen. Das war nun bei der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport und Soziales zu hören. Die Prognosen schließen sich denen der Vorjahre an – auch da ging es stets knapp auf. Allerdings wird nicht jede Wunsch-Standort-Lösung klappen. Einmal mehr zeigen die Zahlen auf, dass die Platzsituation im Kita-Bereich angespannt bleibt.

Anders als in anderen Gebietseinheiten, gibt es in der Samtgemeinde keinen Stichtag für Anmeldungen, sagt Sophie Tinscher, Fachbereichsleiterin für Jugend und Soziales, gegenüber dem IK. Damit gibt es ein sehr dynamisches Anmeldeverfahren. Wie sich die Zahlen dann endgültig aufstellen, sei im November zwar schon recht deutlich abzusehen, aber eben noch nicht endgültig zu sagen.

Einige Projektumsetzungen helfen dabei, dass sich die Situation an manchen Standorten entspannt. Der Kita-Anbau in Brome verschafft der Einrichtung schon bald Luft – im April wird mit dem Einzug gerechnet. Damit wird der Pavillon, der derzeit Kinder in Brome unterbringt, frei. Ganz auf den zusätzlichen Platz verzichten wird man allerdings nicht (können). Der Container soll in Voitze aufgebaut werden, da derzeit im Norden der Samtgemeinde der größte Bedarf an Betreuungsplätzen ist.

Allerdings sind nicht nur die Betreuungsplätze eine große Herausforderung für die Samtgemeinde. „Bereits jetzt können nicht alle freien Stellen besetzt werden, da Fachpersonal fehlt“, war im Bericht der Verwaltung zu hören. Derzeit seien insgesamt sieben Stellen unbesetzt. „Somit kann die maximale Auslastung an Betreuungsplätzen und -zeiten schon jetzt nicht immer verlässlich gewährleistet werden“, lautet die Einschätzung aus dem Fachbereich. Die Umsetzung des Pavillons nach Voitze schaffe zudem zwei weitere Stellen, die zu besetzen sind.

Planungen laufen für Neubau in Ehra

Mit Blick auf den Haushalt werden 300 000 Euro für den Anbau in Brome eingeplant, dazu kommen 20 000 Euro für die Fassade der Kita Brechtorf. Dass es für den geplanten Neubau am Standort Ehra keinen Haushaltsansatz gab, sorgte bei Jörg Böse (CDU) für kurze Schnappatmung. Dort soll mit Haushaltsresten gearbeitet werden, machte Samtgemeindebürgermeister Wieland Bartels klar. Für 2024 ist dann die Summe von 875 000 Euro vermerkt. „Tut mir doch den Gefallen und schreibt es im Plan auch so auf“, sagte Böse. Denn sonst entstehe der Eindruck, dass bei dem so wichtigen Projekt nichts passiere.

Größere Posten sind dann noch 50 000 Euro für die Errichtung des Pavillons in Voitze. Die werden dabei für Anschlüsse oder Erdarbeiten gebraucht. Das kam einigen Ausschussmitgliedern reichlich viel vor, die Erfahrung zeige aber, dass dieses Geld dafür gebraucht wird. 20 000 Euro kommen für die Außenspielplätze (nach Prioritätenliste) dazu und die Ausstattungskosten in den Einrichtungen bewegen sich in jeweils vierstelliger Höhe.

An der Investitionsliste gab es vom Ausschuss nichts zu meckern – der Haushalt wurde einmütig an den Rat empfohlen. Wie schon im Schulausschuss, hatte der Erste Samtgemeinderat Alexander Pede darauf gedrungen, die jeweiligen Listen akribisch durchzusehen. Die Haushaltslage sei bekanntlich sehr angespannt.

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