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Erste Etappe für Altendorfer Gebiet „Wohnen mit Pferden“ geschafft

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Von: Hilke Bentes

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Ein Pferd im Stall.
Das Pferd am Haus halten zu können - das steht beim Altendorfer Baugebiet im Mittelpunkt. © dpa

Altendorf – Über das geplante Altendorfer Baugebiet „Wohnen mit Pferden“ spricht die Bromer Politik schon lange. Richtig Bewegung kam dabei nie auf, zu viele Fragen schienen noch nicht geklärt. Nun hat der Grundstückseigentümer einen neuen Investor zur Umsetzung des Projekts gefunden. Damit kam bei der jüngsten Gemeinderatssitzung das Sondergebiet erneut auf den Tisch.

Die Idee hinter dem Projekt sieht vor, Baugrundstücke mit direkt angrenzender Pferdehaltung am Wohnhaus zu ermöglichen. Das Ziel? Ein Stall direkt am Wohnhaus. Auch die an die Grundstücke angrenzenden Koppeln gehören zu dem Plangebiet dazu und sollen die Haltung der Pferde ermöglichen. In anderen Teilen Deutschlands gebe es vergleichbare Umsetzungen – und die Resonanz sei groß. Der Antragsteller sieht damit große Chancen, auch weitere pferdebegeisterte Familien in den Flecken Brome zu holen.

Anfang des Jahres wurde letztmalig über das Gebiet in einer öffentlichen Sitzung gesprochen. Gerade die Zuwegung der für Begegnungsverkehr unzureichend ausgebauten Straße An der Dränke und auch die veränderten Pläne im Vergleich zu früheren Planskizzen hatten im Rat für reichlich Diskussionen gesorgt (das IK berichtete). Und auch die einzelnen Grundstücksgrößen wurden kritisiert: Die angedachte Quadratmeterzahl wurde mit Blick auf den Verwendungszweck als zu gering angesehen.

Nun konnte vom Antragsteller ein neuer Investor gefunden werden. Und die Pläne wurden dem Rat nun offenbart. Die Planzeichnung sieht nun zwei Mal je sieben Bauplätze im ersten Bauabschnitt mit Platz für Weiden vor. Die Vorgaben des Rates sind zumindest zum Teil miteingeflossen. Bei den Grundstücksgrößen müsste aber wohl noch nachjustiert werden: Diese Größe hatte der Rat auf mindestens 1000 Quadratmeter festgelegt. Im Bebauungsentwurf sind allerdings mehrere Grundstücksgrößen kleiner. Laut der Verwaltung ist diese Tatsache für den angestrebten Aufstellungsbeschluss allerdings nicht schädlich – die Größen müssten im weiteren B-Plan-Verfahren fixiert werden.

Für die Kostenübernahme, den Straßenausbau und die Regelungen, die nicht im B-Plan festgeschrieben werden, soll ein Anwaltsbüro einen städtebaulichen Vertrag entwerfen. Dieser müsste dann zeitnah nach dem möglichen Aufstellungsbeschluss geschlossen werden, so der Tenor.

Der Gemeinderat stand den Plänen mit dem neuen Investor erst einmal grundsätzlich positiv gegenüber. „Wir diskutieren hier nun schon das fünfte Mal über dieses Gebiet, wir sollten dabei den nächsten Schritt machen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Wilfried Klopp. Man habe dem Projekt eigentlich schon immer positiv gegenüber gestanden, es habe aber einfach noch zu viel zu klären gegeben. Mit dem Aufstellungsbeschluss, den der Rat einstimmig traf, folgt bei dem Baugebiet nun der nächste Schritt.

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