Liebfrauenkirche Brome: Pünktlich zum Weihnachtsfest werden Restaurationsarbeiten beendet

Altar erstrahlt in neuem Glanz

Freuen sich, dass der Altar der Bromer Liebfrauenkirche noch vor dem Weihnachtsfest in neuem Glanz erstrahlen wird (von links): Rüdiger Kitzmann, Adolf Bannier und Reinhold Gonschior. Foto: Michalzik

Brome. Rechtzeitig zum bevorstehenden Weihnachtsfest wird der Altar der Bromer Liebfrauenkirche in neuem Glanz erstrahlen: Am Donnerstag war der Restaurator Reinhold Gonschior noch eifrig mit der Renovierung beschäftigt. Gestern sollten die Arbeiten abgeschlossen werden.

Adolf Bannier, Mitglied im Vorstand der Kirchengemeinde Brome-Tülau und Vorsitzender des Bauausschusses, und Pastor Rüdiger Kitzmann informierten sich über den Baufortschritt und zeigten sich sehr angetan.

Die ehemalige Kommunionsschranke war bereits demontiert, sodass eine weitere Fläche vor dem Altar Chören oder Orchestern für Veranstaltungen zur Verfügung steht. „Es entsteht mehr Raum zwischen Altar und den ersten Bänken“, hob Bannier besonders hervor. Doch sei die Schranke auch marode gewesen, berichtete er. Deshalb stellte der Kirchenvorstand einen hohen Sanierungsbedarf fest und beschloss die Sanierung einstimmig.

Das Gotteshaus, geweiht am 4. Dezember 1842, wurde von dem berühmten Kirchenbaumeister Friedrich Hellmer entworfen und geplant. Es ersetzte eine Vorgängerkirche, die an dieser Stelle einst stand und einem Brand zum Opfer gefallen war. Reinhold Gonschior hat Erfahrung mit Hellmer‘schen Kirchen. Er wusste auch, wofür die Kommunionsschranke einst gedacht war. Dabei spielten die beiden Durchgänge links und rechts vom Altar eine Rolle. Während der Kommunion wurde damals der Wein an der einen Seite gereicht. Der Gottesdienstbesucher, der den Wein entgegen nahm, ging dann um die Schranke herum und in den Gang hinter dem Altar, entrichtete dort seine Opfergabe, um anschließend auf der anderen Seite den Raum wieder zu betreten und den Leib des Herrn in Empfang zu nehmen.

Man habe sich gegen eine ursprünglich geplante – weit aufwendigere – Lösung entschieden, berichtete Bannier. Einst sei es gewünscht gewesen, den Altar in Richtung Innenraum zu rücken, damit man hinter dem Altar herumgehen konnte. Der Restaurator wies darauf hin, dass die Möglichkeit ohnehin durch die beiden Türen bestanden habe. Die jetzt fast abgeschlossene Sanierung war auch möglich geworden, weil sich die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg mit einer Spende einbrachte.

Vor dem Gottesdienst zum 4. Advent wird Bannier der Gemeinde berichten, was mit dem Altar geschehen ist. Nicht zuletzt hat auch die Farbgestaltung eine deutliche Aufwertung erfahren.

Von Horst Michalzik

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare