DLRG ehrt Lebensretter – und ist im Freibad unverzichtbar

Alarm in der Samtgemeinde Brome: Schwimmmeister dringend gesucht

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Helmut Fichtner (l.) und Ralf Bettermann (r.) ehrten die Lebensretter Dietmar Wilke (2.v.r.) und Klaus-Peter Kunkel.

Brome – Alarm in der Samtgemeinde: Für das Freibad Brome werden dringendst Schwimmmeister gesucht. Drei sind nötig, und der derzeitige geht im kommenden Jahr in den Ruhestand.

„Der Markt ist leergefegt“, sagte Sophie Tinscher, Fachbereichsleiterin für Jugend und Soziales, in der Mitgliederversammlung der Bromer DLRG.

Thomas Witzke (v.l.), Bastian Kugel, Sandra Schönke, Angela Schilling und Thomas Schilling wurden von Ralf Bettermann geehrt.

In Brome engagierten sich im letzten Jahr 21 Ehrenamtliche des DLRG-Ortsvereins, der 405 Mitglieder hat, mit 205 Stunden Aufsicht. „Ohne die Hilfe des Ortsvereins ist eine Öffnung des Freibades nicht möglich“, bekräftigte Tinscher am Samstag im Vereinsheim. Mehr als 400 Unterschriften hatte die Ortsgruppe für die Petition „Rettet die Schwimmbäder“ beigesteuert.

Dass die Hilfe des Ortsvereins Gold wert ist, zeigte sich im letzten Juni, wie der Vorsitzende Ralf Bettermann sagte. Er ehrte Dietmar Wilke und Klaus-Peter Kunkel für die Rettung einer Achtjährigen, die beinahe ertrunken wäre und wiederbelebt werden musste.

Auch für die Schulen sei das Freibad nötig, wie die bisherige Schulleiterin der Grundschule, Marianne Berlinecke, sagte. Sie dankte der DLRG für den Einsatz beim Schwimmunterricht.

Darüber hinaus gab es etliche Kooperationen der Bromer DLRG mit anderen Ortsgruppen und Initiierung oder Teilnahme an Veranstaltungen wie „Tankumsee in Flammen“, Bromer Eiswette, Langschläferflohmärkte und das Neptunfest. Vieles davon findet dieses Jahr wieder statt, zudem sind eine Faschingsfeier und das Sommerfest geplant.

Eine erhebliche Steigerung gab es bei der Abnahme der Schwimmabzeichen. Mehr als 500 (Vorjahr rund 450) wurden vom Seepferdchen bis zum Rettungsabzeichen abgelegt. „Sensationell“ nannte der Bezirksvorsitzende Helmut Fichtner dabei die 179 Freischwimmer. „Wer Abzeichen an Schulen nicht mehr abnimmt, versündigt sich an den Schülern“, kritisierte er Pläne der Kultusministerkonferenz, Abzeichen künftig weniger abzunehmen.

Auch die Jugendgruppe hatte viele Termine, wie die Ortsjugendvorsitzende Maya Lampe berichtete. Die Gruppe war auch in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung sowie bei Wachdiensten tätig.

VON BURKHARD OHSE

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