Rühens Bürgermeister will Projekt voran bringen / Kinderärztin bietet ehrenamtliche Arbeit an

Ärztehaus hat Vorrang in 2018

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Gleich neben dem Pflegeheim und den Seniorenwohnungen soll – wenn es nach Bürgermeister Karl Urban geht – so schnell wie möglich ein Ärztehaus entstehen.

Rühen. Der Kreisel am Ortsausgang Rühen Richtung Parsau ist fertig, ebenso das Pflegeheim und die Seniorenwohnungen – auch hier müssen noch die Außenanlagen gestaltet werden.

Nicht nur am Rathaus in Rühen wurde der Parkplatz vergrößert, sondern auch der Parkplatz der Feuerwehr wurde um 600 Quadratmeter erweitert. Einiges wurde in der Gemeinde Rühen umgesetzt und vieles angeschoben, was in diesem Jahr fortgeführt wird.

Karl Urban

Wie Bürgermeister Karl Urban im IK-Ausblick berichtet, werden derzeit die Trinkwasserleitungen Richtung Wolfsburg verlegt. „Die werden dann um das Baugebiet Koleitsche herum führen. Das macht Sinn, weil wir im Baugebiet sonst eine Freifläche vorhalten müssten und bei einem Rohrbruch würden die Häuser weggespült“, so der Bürgermeister.

Vorrangiges Ziel hat weiterhin der Bau des Ärztehauses. „Wir haben Kontakt zu einem Arzt vom Ärztehaus in Schladen. Er möchte uns das Konzept vorstellen und uns begleiten. Aber da laufen derzeit noch Gespräche“, informiert Urban. Außerdem sei die Gemeinde noch auf der Suche nach einem Betreiber oder einem Investor. Im Rat muss auch noch final geklärt werden, was alles im Ärztehaus angeboten wird. Urban: „Meiner Meinung nach müssen wir in die Zukunft schauen und da macht es Sinn, neben Allgemeinmedizinern auch Fachärzte, einen Physiotherapeuten und eine Apotheke anzubieten.“

Positiv überrascht ist Urban über einen Brief von einem Ehepaar aus München, das nach Rühen gezogen ist. Die Frau ist Kinderärztin und bei der Ärztekammer gemeldet. Sie bietet die Betreuung von Neugeborenen und Hausbesuche an, bis die Kinder zur ersten Untersuchung müssen. „Das Ehepaar will sich bei mir melden, wenn es wieder in Rühen ist“, freut sich der Bürgermeister.

Eine vernünftige Bleibe soll in diesem Jahr auch der Bauhof erhalten. Und zwar eine Halle mit Sozialraum, einer Werkstatt mit Hebebühne, ein Vordach und Platz, wo Material wie Schotter oder Sand gelagert werden kann. Urban möchte auch einen Trecker mit Frontlader und Hänger anschaffen. „Wir müssen zukunftsorientiert sein. Rühen wächst, wir brauchen mehr Geräte“, weiß der Bürgermeister.

Gespannt ist Urban, ob die Gemeinde in die Dorfregion aufgenommen wird. Dann könnten mit Blick auf das Biosphärenreservat Tourismus-Angebote ausgebaut werden. Da wäre das ehemalige Zollhaus, in dem nach dem Umbau Ausstellungsräume entstehen sollen und Unterricht stattfinden soll.

Ideen für die Zukunft hat der Bürgermeister auf jedenfall, insbesondere mit Blick auf die Straßensanierungen. „Die Bürger bekommen immer einen Schrecken, wenn sie dann zur Kasse gebeten werden. Keine Frage, das ist auch eine Menge Geld. Was aber, wenn jeder Bürger monatlich eine erschwingliche Gebühr zahlt. Damit könnten jährlich eine oder zwei Straßen saniert werden – und auf den Einzelnen kommen dann nicht plötzlich so hohe Kosten zu. Aber das ist noch Zukunftsmusik“, blickt Urban voraus.

Von Carola Hussak

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