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Ärger um Wegesanierung

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Der Tülauer Weg wurde von der Gemeinde Brome mit Asphaltfräsgut aufgeschüttet. Dieses bedeckt nun zum Ärger der Draisinenfreunde die Gleise der ehemaligen OHE-Strecke.
Der Tülauer Weg wurde von der Gemeinde Brome mit Asphaltfräsgut aufgeschüttet. Dieses bedeckt nun zum Ärger der Draisinenfreunde die Gleise der ehemaligen OHE-Strecke. © privat

Brome. Die Gemeinde Brome hat diverse Wirtschaftswege mit Asphaltfräsgut ausgebessert. Am Tülauer Weg sorgen diese Maßnahmen für Unmut, denn das Niveau des Weges liegt nun deutlich über dem der Gleise der ehemaligen OHE-Strecke.

„Die Wirtschaftswege mussten dringend ausgebessert werden“, sagt Bromes Bürgermeister Gerhard Borchert im IK-Gespräch. Anhand einer Prioritätenliste wurde das vorhandene Material von einem regionalen Unternehmer verteilt. „Da gab es teilweise Löcher von 40 Zentimetern, das geht nicht.“

Auf dem Tülauer Weg bedeckt das Schreddergut nun aber die dortigen OHE-Gleise. Zum Unmut der Draisinenfreunde Brome. Die haben mit Unterstützern aus Wittingen, Hankensbüttel und Parsau schon mit Vorbereitungen für ihr geplantes Draisinenfest am 13. und 14. April 2019 begonnen und sehen dieses nun in Gefahr. „Dadurch ist der Bromer Bahnhof abgeschnitten“, sagt Dieter Junge vom Förderverein Ohretalbahn. „Nun müssen wir abwarten, wie befreundete Draisinenvereine auf die deutlich kürzere Strecke reagieren.“ Eventuell müsse das Fest ausfallen, was im Angesicht des Erfolges des diesjährigen Festes schade sei.

„Ich freue mich immer, wenn etwas in Brome passier“, sagt Borchert. Es sei nicht die Absicht der Gemeinde gewesen, die Draisinenfreunde zu behindern. Borchert schlägt Wiswedel als Startpunkt für ein Fest vor, die Gleise von dort bis Radenbeck seien frei. Borchert gibt noch zu bedenken, dass das Fräsgut an vielen Stellen noch einmal verfestigt wird. Auch könnte eine Überführung am Tülauer Weg Abhilfe schaffen.

„Eine längere Strecke wäre ein touristischer Edelstein: Wir haben wenig Erhöhungen und eine wunderbare Landschaft“, entgegnet Junge. Eine den Anforderungen entsprechende Rampenkonstruktion aus Holz im Gleisbett übersteige die Möglichkeiten der Draisinenfreunde. „Das bedeutet noch mehr Aufwand und Schwierigkeiten für die Ehrenamtlichen.“ Die seien durch die Situation ohnehin schon demotiviert. „Das ist auch eine Kostenfrage, wir sind ein kleiner Verein.“ Über Hilfe aus der Gemeinde würde sich Junge freuen.

Das Thema soll demnächst noch einmal besprochen werden. „Ich würde mich über eine für alle Beteiligten nachhaltige Lösung freuen“, sagt Borchert.

Von Dennis Tesch

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