Dörfer am Drömling: Guter Auftakt für Dorfentwicklungsprozess

70 Bürger für die Arbeitskreise

Im Parsauer Bürgerzentrum verfolgen viele Zuhörer den Auftakt des Dorfentwicklungs-Prozesses.
+
Planer Volker Warnecke gab in Parsau Erläuterungen zur Dorfentwicklung.
  • VonHorst Michalzik
    schließen

Parsau – Als „ganz gut für den Anfang“ bezeichnete Volker Warnecke vom gleichnamigen Planungsbüro das Ergebnis der Bürgerversammlung zur Dorfentwicklung, die am Freitag im Parsauer Bürgerzentrum Unter den Eichen stattfand. Vertreter der Förderbehörde und Planer erörterten Inhalte des Programms sowie den geplanten Ablauf. Der große Saal war sehr gut besetzt. Für die fünf Arbeitskreise meldeten sich 70 Besucher an.

Aus Altendorf, Brome, Zicherie, Ehra und Lessien, Ahnebeck, Croya, Kaiserwinkel, Parsau, Tülau, Voitze und Boitzenhagen, die zur Dorfregion „Dörfer am Drömling“ gehören, hatten sich Repräsentanten und Bürger zu dieser Auftaktversammlung eingefunden. Parsaus Bürgermeisterin Kerstin Keil hob in ihrer Begrüßung hervor, dass sich die nun für das Förderprogramm ausgewählten Gemeinden bereits einige Male zuvor darum bemüht hatten. Keil: „Jetzt haben alle Beteiligten viel vor.“

Dr. Klaus Thomas vom Amt für regionale Landesentwicklung sprach in seinem Grußwort von der starken Konkurrenz, die bisher eine erfolgreiche Bewerbung verhindert hätte. Umso mehr begrüße er, dass die Dorfregion jetzt den Zuschlag erhalten hat. Volker Warnecke und Holger Broja stellten dann eine Reihe von geförderten Objekten vor und erläuterten, welche Kriterien maßgeblich waren.

Warnecke: „Seit vielen Jahrzehnten trägt die gemeinsam von Land, Bund und Europäischer Union ausgestattete Fördermaßnahme wesentlich zur Erhaltung und Gestaltung des ländlichen Charakters und der Verbesserung der Lebensqualität in unseren Dörfern bei.“ Nach der Neuausrichtung des Programms stünden, neben Erhalt und Erneuerung von dorfgemeinschaftlichen Einrichtungen, die Handlungsfelder demographischer Wandel, Sicherung der Grundversorgung, Flächeninanspruchnahme und Klimaschutz im Blickpunkt.

Ganz unverzichtbar sei, so Warnecke, die Beteiligung der Bürger an den Vorplanungen. Dazu werden ortsübergreifende Arbeitskreise im Zeitraum bis April jeweils etwa drei Treffen absolvieren. Dabei sollen für die Themenbereiche Ansätze zur Lösung erarbeitet werden. Sämtliche kommunale Maßnahmen müssten im Dorfentwicklungsplan angeführt werden, damit sich eine Förderfähigkeit ergibt. Die Protokolle der Sitzungen sollen auf den Internet-Seiten des federführenden Fleckens Brome sowie der beteiligten Gemeinden präsentiert werden.

Monika Traub vom Planungsbüro bat die Anwesenden, jeweils einen Zettel mit persönlichen Daten und dem Vermerk zu versehen, an welchem Arbeitskreis er oder sie teilnehmen möchte. Nach der Auswertung gab Warnecke das Ergebnis bekannt: Für das Thema Soziales Leben und Daseinsvorsorge entschieden sich 18 Teilnehmer, Wirtschaft und Tourismus 10, Straßenraum und Mobilität 14, Dorfökologie und Umwelt 13, und für Baukultur und Siedlungsentwicklung interessieren sich 15.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare