Land fördert Sanierungsmaßnahme / Baustart ab März 2021?

400.000 Euro für Ehras Turnhalle

An Ehras Sporthalle wird sich im Zuge der Sanierung einiges ändern: Das Dach und dessen Renovierung steht im Fokus. Das Großprojekt soll die Gemeinde etwa 1,1 Millionen Euro kosten, das Land fördert die Maßnahme mit 400 000 Euro.
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An Ehras Sporthalle wird sich im Zuge der Sanierung einiges ändern: Das Dach und dessen Renovierung steht im Fokus. Das Großprojekt soll die Gemeinde etwa 1,1 Millionen Euro kosten, das Land fördert die Maßnahme mit 400 000 Euro.

Ehra – Gute Nachrichten für die Gemeinde Ehra-Lessien: Die Förderzusage des Landes ist gekommen: Für die Sanierung der Turnhalle in Ehra kann die Gemeinde mit 400 000 Euro Fördergeldern rechnen. Damit geht es in der Hallen-Angelegenheit wieder einen Schritt weiter.

Der Plan, im nächsten Frühjahr mit den ersten Baumaßnahmen zu beginnen, sieht gut aus.

Ehra-Lessiens Bürgermeister Jörg Böse ist über die Zusage sehr froh. Damit wurde ein wichtiger Schritt für das Großprojekt geschafft, das etwa 1,1 Millionen Euro kosten soll. Die Hallensanierung bleibt Sache der Gemeinde. Erst Anfang des Jahres hatte der Gemeinderat eine potenzielle Überlegung verworfen, die die Sporthalle der Gemeinde nicht an die Samtgemeinde Brome zu übertragen. Zu wichtig sei das Herzstück für Vereine und die Gemeinschaft in Ehra-Lessien.

Gedanken an einen kompletten Neubau wurden im Gemeinderat bereits vor drei Jahren verworfen. Eine groß angelegte Sanierung sollte es sein. Viel Aufmerksamkeit wird das Dach und die Konstruktion erhalten müssen, da stecke viel Bedarf hinter.

Das Dach steht im Sanierungs-Fokus

Und so soll die Außenfassade später mal aussehen: Unten ein dunkler Rot-Ton und oben grau.

Die Pläne für die aufwendige Dachsanierung sehen vor, dass die Dacheindeckung mit Stahlsandwichteilen über die gesamte Länge erfolgt. Dies sei laut dem Planungsbüro die wirtschaftlichste Variante mit einer kurzen Bauzeit. Dabei sollen gedämmte Bauteile verwendet werden. Zur Wandverkleidung wird ein Tropfkiesstreifen eingeplant sowie eine entsprechende Dämmung, die spritzwassergeschützt ist. Oberlichter in der Dachkonstruktion werden nicht eingeplant. Die Hallendecke soll nach oben offenbleiben. Die alte Akustikdecke könnte dann als Schallschutz an Wände und Giebel angebracht werden. Möglichkeiten für eine spätere Aufbringung einer Fotovoltaik-Anlage sind laut dem Planungsbüro gegeben. Nach momentanen Gesichtspunkten könnte die Außenwandverkleidung der Halle vollständig recycelbar sein. Eine Dachheizung an der Dachkonstruktion kann auch angebracht werden.

Auch das Thema der Belüftung wurde von Gemeinde und Planungsbüro genau betrachtet. Die vorhandenen Fenster auf der Westseite sollen geschlossen bleiben und verkleidet werden. Die Fenster der Ostseite dienen nach der Sanierung nur noch zur Beleuchtung. Die Lüftung der Halle wird dann zukünftig über eine Lüftungsanlage gesteuert.

Auch ein neues Fluchtkonzept soll in Ehras Turnhalle entstehen. Geplant wird der Halleneingang mit einer neuen abschließbaren Tür. An der nördlichen Ostseite einsteht eine weitere Fluchttür. Für die Farbe der Außenfassade hat sich der Gemeinderat auch schon ausgesprochen. Mit knapper mehrheit soll die Turnhalle oben grau und unten rot werden.

Im März 2021 könnte der Baustart sein

Ehra-Lessiens stellvertretender Bürgermeister Axel Jordan wirft bereits seinen Blick auf das nächste Jahr. „Der Bauantrag läuft.“ Er hofft, dass im nächsten März mit den ersten Arbeiten an der Turnhalle begonnen werden kann. „Das hängt natürlich von der Genehmigung und den Ausschreibungen ab.“ Aber die Verantwortlichen sind guter Dinge, dass aus der mehr als vierzig Jahre alten Turnhalle bald wieder ein Schmuckstück werden wird.

VON HILKE BENTES

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