Überarbeitete Planung ist ab Montag online oder im Rathaus einsehbar

A 39 bei Ehra: Neue Auslegung

Die Skizze zeigt den geplanten Verlauf der Autobahn 39 bei Ehra sowie die vorgesehene Ortsumgehung.
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Autobahnpläne bei Ehra-Lessien: Gegenüber dem bisherigen Entwurf wurde nun punktuell nachgebessert, die neue Planung wird demnächst ausgelegt.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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Ehra-Lessien – Knapp drei Jahre, nachdem das Bundesverwaltungsgericht Mängel in den Plänen für den geplanten A 39-Abschnitt Wolfsburg-Ehra diagnostiziert hat, gibt es nun ein weiteres Lebenszeichen vom Planfeststellungsverfahren für das südlichste Teilstück des vieldiskutierten Autobahn-Neubaus. Die nach dem Leipziger Richterspruch überarbeiteten Planungsunterlagen gehen in eine erneute öffentliche Auslegung.

Das Gericht hatte die Planer im Juli 2019 beauftragt, Fehler im Konzept für den 14,2 Kilometer langen Abschnitt zu beheben. Zu den Hauptkritikpunkten gehörten dabei die Planung für die Ortsumfahrung im Zuge von B 248 und L 289 sowie wasserrechtliche Aspekte bei der Straßenentwässerung.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und die mittlerweile an den Start gegangene Autobahn GmbH des Bundes haben zwischenzeitlich das vorgelegt, was auf den sperrigen Namen „Ergänzendes und Planänderungsverfahren zur einheitlichen Planfeststellung des Neubaus der Bundesautobahn 39, 7. Bauabschnitt“ hört. Die Unterlagen gliedern sich dabei in die drei wesentlichen Punkte Ortsumfahrung, Änderung der Straßenentwässerung und „Überprüfung der Gebietsabgrenzung des FFH-Gebiets Vogelmoor“.

Wer durch die Änderungen in der Planung betroffen ist, kann im Zuge der öffentlichen Auslegung dazu Stellung nehmen. Eingaben dürfen sich nur auf die Aktualisierungen beziehen, nicht zugelassen werden Einwendungen zu den Planungsinhalten, die bereits 2018 im Planfeststellungsbeschluss unbeanstandet blieben. Wer sich schon im ersten Beteiligungsverfahren zur geänderten Planung im Frühjahr 2021 geäußert hat, muss dies nicht erneut tun.

Die geänderten und ergänzten Planungsunterlagen sind vom 16. Mai bis zum 15. Juni auf der Homepage der Planfeststellungsbehörde zu finden: https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/overview. Zudem werden sie im selben Zeitraum in den Rathäusern in Brome und Weyhausen öffentlich ausgelegt. Telefonischer Kontakt im Bromer Rathaus: (05833) 84143. Eingaben – in schriftlicher Form – müssen bis spätestens 15. Juli gemacht werden, bei der Planfeststellungsbehörde oder auch in den Rathäusern.

Wer sich geäußert hat und/oder von der Planung betroffen ist, der kann am Erörterungstermin teilnehmen, bei dem die Einwendungen zur Sprache kommen. Dieses Treffen ist terminiert auf den 5. und 6. September, jeweils 10 bis 16.30 Uhr, in der Wittinger Stadthalle.

Als das Bundesverwaltungsgericht im Sommer 2019 die Nachbesserungen forderte, war unklar, welche Verzögerung das für den Planungsprozess und einen ersten Spatenstich bedeuten würde. Nun ist klar: Drei weitere Jahre sind ins Land gezogen, und das Planfeststellungsverfahren ist bisher nicht abgeschlossen. Prognosen für den weiteren Zeitplan sollen an dieser Stelle nicht präsentiert werden – sie haben in den letzten 20 Jahren noch nie gestimmt.

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