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20,5 Millionen-Projekt in Rühen

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Die Grund- und Realschule in Rühen soll zur reinen Grundschule werden. Geplant sind unter anderem einige Rückbauten und der Neubau einer Pausenhalle und eines Speiseraumes (rot).
Die Grund- und Realschule in Rühen soll zur reinen Grundschule werden. Geplant sind unter anderem einige Rückbauten und der Neubau einer Pausenhalle und eines Speiseraumes (rot). © Grafik: privat

Rühen. Die Schulen in Rühen sollen umgestaltet werden (das IK berichtete). Die Hauptschule soll künftig auch Realschüler beherbergen. Letztere sind derzeit noch in einem Gebäude mit den Grundschülern untergebracht. Die bleiben nach dem Umbau für sich.

Das Vorhaben, das Bau- und Schulausschuss gemeinsam beschlossen, erfordert Abrisse und Neubauten – und 20,5 Millionen Euro.

Die Grund- und Realschule in Rühen soll zur reinen Grundschule werden. Dafür müssen der Flachbau und der „Systembau“, der Verbindungstrakt zwischen Foyer und Turnhalle, zurückgebaut werden. Um dennoch die vier Züge der Grundschule unterbringen zu können, wird wieder angebaut. Auch eine neue Pausenhalle sowie einen neuen Speiseraum mit Ausgabeküche soll es geben. Das Kellergeschoss des Systembaus werde als Lager genutzt, andere Kellerbereiche sollen grundsaniert werden, um etwa den Werkunterricht zu ermöglichen.

Die Hauptschule hat eine umfassende Sanierung nötig. Besonders Fassade, Dachaufbauten, Rohrleitungen sowie Decken- und Rohrverkleidungen müssen erneuert werden. Zudem soll ein langgezogener, zweigeschossiger Neubau weiteren Schülern Platz bieten.

Das Planungsbüro A+I aus Wolfsburg hat die Kosten für diese Vorhaben ermittelt. Die Kalkulation beruht dabei auf groben Schätzungen. Geht man von einem verteuerten Markt aus, so schlägt der Umbau der Grundschule mit rund 9 Millionen Euro und der der Hauptschule mit etwa 11,5 Millionen Euro zu Buche.

„Ich halte die Kalkulation mit höherem Aufwand für realistisch“, sagt der Vorsitzende des Bauausschusses, Peter Albrecht. „Die Ausschreibungen galoppieren davon. Wer bauen will, muss Geld in die Hand nehmen.“ Das soll in erster Linie vom Land und Kreis kommen. Neben der Kreisschulbaukasse sollen bei fortgeschrittener Planung auch andere Fördermöglichkeiten geprüft werden.

Bauen will der Vorsitzende auf jeden Fall. „Wir müssen im Sinne der Kinder handeln“, sagt Albrecht. Das geschehe auch nicht innerhalb eines Jahres. „Da müssen wir uns herantasten: Über fünf bis sechs Jahre kann man stufenweise arbeiten.“ Albrecht hofft, die Beeinträchtigungen des Schulalltags in Grenzen halten zu können. „Langfristig müssen dazu die Eltern, Lehrer und Schüler an einem Strang ziehen“, sagt er. Genaueres könne man aber erst sagen, wenn die Planung weiter vorangeschritten ist. Dennoch sei es ein gutes Zeichen, dass sich die Politik einig geworden ist.

Von Dennis Tesch

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