Gemeinderat des Fleckens Brome stimmt Kofinanzierung zu / Nutzen für alle Konfessionen

20 000 Euro fürs Gemeindehaus

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Das Gemeindehaus in Brome soll saniert werden. Um an Fördermittel zu gelangen, müssen die Gemeinden Brome, Ehra und Tülau eine Kofinanzierung übernehmen. Ehra und Brome stimmen dem zu, Tülau entscheidet Anfang September.

Brome. Der Flecken Brome wird 20 000 Euro in den Haushalt 2013 für die Kofinanzierung zur Sanierung des Gemeindehauses in Brome einstellen. Dafür sprachen sich am Montagabend die Ratsmitglieder des Fleckens einstimmig aus.

Das evangelisch-lutherische Gemeindehaus in Brome soll für 470 000 Euro saniert werden (das IK berichtete). Um Mittel aus dem LAG-Förderprogramm zu erhalten, bittet die Kirchengemeinde Brome die Gemeinden Ehra-Lessien und Tülau, sich an einer Kofinanzierung zu beteiligen. Diese muss sichergestellt sein, um Mittel von der LAG gewährt zu bekommen. Die Gemeinden Tülau und Ehra-Lessien würden sich einmalig mit jeweils 10 000 Euro beteiligen.

Die Landeskirche hätte einen Neubau finanziert, eine Sanierung jedoch nicht. „Ich werde zwar zustimmen, allerdings halte ich es für unsinnig“, ist Henning Flegel (CDU) der Meinung. Dem widersprach Parteikollegin Ingrid Klopp: „Der Dachstuhl ist so marode, dass saniert werden muss. Wir können froh sein, dass wir gemeinsam mit der Kirche sanieren, sonst verfällt das Gebäude.“

Komisch findet es Swantje Baruschke schon, dass sich eine Gemeinde an der Sanierung eines Kirchengebäudes beteiligt. „Aber das Gebäude soll allen Konfessionen zur Verfügung gestellt werden. So viele Räumlichkeiten hat Brome ja nun auch nicht“, so die Grünen-Abgeordnete. Wie Fleckenbürgermeister Gerhard Borchert erläutert, soll im Gemeindehaus auch keine „Gastronomie“ entstehen. Vielmehr handelt es sich um Veranstaltungen wie Beerdigungen oder Mittagessen. „Will die Kirche ein Wirtschaftsunternehmen daraus machen?“, wollte Adolf Müller (CDU) wissen. „Nein, im Winter beispielsweise werden die Gottesdienste in das Gemeindehaus verlegt, um Heizkosten in der Kirche zu sparen“, erläutert Borchert.

Der Gemeinderat Ehra-Lessien hatte in seiner jüngsten Sitzung der Kofinanzierung unter Vorbehalt zugestimmt. In Tülau fällt der Gemeinderat die Entscheidung Anfang September. „Beim ersten Gespräch waren wir ja mit dabei und das verlief eigentlich ganz positiv. Wir werden sehen, wie sich der Gemeinderat entscheidet“, meinte Tülaus Bürgermeister Herbert Lange auf IK-Anfrage.

Ein detailliertes Ergebnis der Sanierungskosten liegt noch nicht vor. Wie Ullrich Lange vom Bauausschuss der Kirchengemeinde Brome jüngst erläuterte, würde ein Viertel der Gesamtkosten aus Rücklagen der Kirchengemeinde entnommen, von der LAG kämen etwa 100 000 Euro und vom Kirchenkreis Wittingen etwa 200 000 Euro.

Von Carola Hussak

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