108 Mal auf Mann eingestochen - Mordprozess beginnt

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Die Angeklagten sollen 108 mal auf einen 24-Jährigen eingestochen haben.

Bielefeld - Sie sollen 108 mal auf einen Mann (24) eingestochen und ihn in einem Weiher geworfen haben: Wegen Mordes müssen sich zwei Männer seit Freitag vor dem Bielefelder Landgericht verantworten.

Tatmotiv war laut Anklage, dass sich der Getötete bei der Drogenbeschaffung aus Sicht der 40 und 24 Jahre alten Angeklagten als unzuverlässig erwiesen hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern vor, ihr Opfer nach einem Saufgelage nebst Drogenkonsum misshandelt und dann gemeinschaftlich auf ihn eingestochen zu haben. Die Leiche wurde nach der Tatnacht im vergangenen September in einem Bielefelder Weiher gefunden.

Die Angeklagten hätten am ersten Prozesstag zu den Vorwürfen geschwiegen, sagte ein Gerichtssprecher. Nach derzeitiger Aktenlage sei wegen des Alkohol- und Drogeneinflusses von verminderter Schuldfähigkeit der Angeklagten auszugehen, so dass sie wahrscheinlich keine lebenslangen Haftstrafen zu erwarten hätten. Die Kammer stellte den beiden für etwaige Geständnisse eineinhalb bis zwei Jahre Haftreduzierung in Aussicht.

dpa

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