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Zeitumstellung 2018: Wann werden die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt? 

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Im März wird die Uhr von der Winter- auf die Sommerzeit umgestellt.

Gerade erst hat das EU-Parlament die Überprüfung der Zeitumstellung gefordert. Abgeschafft ist sie damit noch nicht und so wird auch im Frühjahr die Uhr umgestellt. Wann genau das passiert, erfahren Sie hier.

Zeitumstellung 2018: Wann ist die Umstellung auf Sommerzeit?

Bald ist es schon wieder so weit: Am Sonntag, 25. März 2018, werden die Uhren umgestellt von der Winter- auf die Sommerzeit. Das bedeutet, dass sie um 2 Uhr nachts eine Stunde vorgestellt werden auf 3 Uhr.

Heißt also: Wir verlieren erneut eine Stunde Schlaf,dafür ist es dann abends wieder eine Stunde länger hell. Für Langschläfer ist das keine gute Nachricht. Zumal einige Menschen immer ein paar Tage brauchen, bis der Bio-Rhythmus sich auf die Sommerzeit eingestellt hat. Für Sportler und Menschen, die gerne im Freien aktiv sind, ist die Sommerzeit hingegen eine gute Nachricht. Sie bekommen eine Stunde mehr Tageslicht geschenkt. In der Früh bleibt es dafür eine Stunde länger dunkel. Allerdings verschiebt sich der Sonnenaufgang in den Sommermonaten ohnehin nach vorne. Somit wecken uns die Sonnenstrahlen während der Sommerzeit immer früh.

Zeitumstellung 2018: EU-Abgeordnete fordern Überprüfung

Erst Anfang Februar 2018 hat das EU-Parlament von der EU-Kommission gefordert, die halbjährliche Zeitumstellung zu überprüfen. Falls notwendig solle die Kommission dann einen Vorschlag zur Änderung der Regelung vorlegen. 

Der Grund dafür: Zahlreiche Studien, darunter eine des wissenschaftlichen Dienstes im Europaparlament vom vergangenen Oktober, hätten auf "negative Folgen für die Gesundheit der Menschen" durch die Sommerzeit verwiesen. Ähnlich hatten sich zuvor bei einer Debatte Abgeordnete aus unterschiedlichen Fraktionen geäußert. Sie kritisierten die Zeitumstellung als nicht mehr zeitgemäß und warnten vor gesundheitlichen Störungen bei vielen Menschen, aber auch bei Tieren.

Die Zeitumstellung bringe keinen "positiven energetischen oder wirtschaftlichen Effekt" sagte etwa der CSU-Abgeordnete Markus Ferber. Die finnische Grüne Heidi Hautala kritisierte die Regelung als "Relikt aus dem vergangenen Jahrhundert".

Das Datum für die Zeitumstellung auf die Sommerzeit ist jedes Jahr in der EU einheitlich. Die mitteleuropäische Sommerzeit beginnt am letzten Sonntag im März um 2:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit. 

Zeitumstellung 2018: Muss ich meine Uhr überhaupt auf Sommerzeit umstellen?

Kommt darauf an, welche Uhr sie wo im Haushalt nutzen. Wer eine Funkuhr auf dem Nachttisch oder sonstwo hat, muss sich nach der Zeitumstellung am Wochenende um gar nichts kümmern. Funkuhren und Fernseher stellen sich automatisch auf die Sommerzeit um. Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig übermitteln ein entsprechendes Signal.

Die Bundesanstalt sorgt dafür, dass sich auch die Uhren bei Bahn, Polizei und Feuerwehr auf die Millionstel Sekunde genau anpassen. Entsprechende Zeitsignale gehen am Sonntag zudem an die Steuertechnik von Kraft- und Umspannwerken, Anlagen der Flugsicherung und rund 50.000 Verkehrsampeln.

Auch bei Smartphones - egal ob iPhone, Android-Gerät oder Windows-Phone - ist die Umstellung von Winterzeit auf Sommerzeit automatisiert. Wichtig: Damit die Zeitumstellung automatisch erfolgt, muss man die entsprechende Funktion im Smartphone aktivieren. 

  • Bei Android-Handys geht man im Menü "Einstellungen" in "Datum & Uhrzeit" und aktiviert dort "Autom. Datum/Uhrzeit".
  • Beim iPhone öffnet man zunächst ebenfalls die Einstellungen. Dann klickt man auf auf "Allgemein" und aktiviert im Menü "Datum & Uhrzeit" die Option "Automatisch einstellen".
  • Bei einem Windows Phone öffnen sie zunächst die „Einstellungen“. Dann tippen sie auf die Option „Datum und Uhrzeit“. Zu guter Letzt wählen Sie „Uhrzeit" aus und aktivieren dort die Option "Automatische Zeitumstellung".

    Nervig ist die Zeitumstellung für alle, die keine Funkuhr haben. Armbanduhren und Wanduhren sowie den alten Tick-Tack-Aufziehwecker im Schlafzimmer muss man nach wie vor von Hand umstellen.

Trotz aller Funksignale kommt es bei der Zeitumstellung immer wieder zu Pannen - wenn man sich halt noch auf Uhren verlässt, die von Hand umgestellt werden. So verschlief CSU-Chef Horst Seehofer 2014 eine für acht Uhr angesetzte Telefonkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel. Er hatte vergessen, seinen Wecker auf Sommerzeit umzustellen. Erst als sein Handy nicht aufhörte zu klingeln, wurde ihm nach eigenen Angaben klar: die Zeitumstellung!

Zeitumstellung 2018: Warum wurden die Uhren überhaupt vorgestellt?

Eingeführt wurde die Sommerzeit, um Energie zu sparen. Die Zeitumstellung basierte auf dieser Theorie: Im Sommer wird es früher hell. Dann kann man früher aufstehen und den hellen Tag besser ausnutzen. Damit wird Beleuchtungsenergie gespart. Mittlerweile ist allerdings erwiesen, dass es sich bei dieser Theorie um Wunschdenken handelt (hierzu gleich mehr).

Bis 1977 war die Winterzeit - also die Normalzeit - noch die einzige Zeit in Europa. Dann setzte sich in der Europäischen Gemeinschaft, dem Vorläufer der heutigen EU, die Theorie des Energiesparens durch die Sommerzeit durch. Dazu trug vor allem die Ölkrise des Jahres 1973 bei, die vielen Menschen die Begrenztheit der Energieressourcen vor Augen führte. 

Am 22. Juni 1978 verabschiedete der Bundestag das „Zeitgesetz zur Einführung der Sommerzeit“. Damals koordinierte sich die Bundesregierung mit der DDR-Führung, um unterschiedliche Zeitzonen innerhalb Deutschlands zu vermeiden. Im Jahr 1980 führten die Bundesrepublik und die DDR die Zeitumstellung dann dauerhaft ein.

Sommerzeit 2018: Darum senkt die Zeitumstellung den Stromverbrauch nicht

Längst hat sich die Theorie des Energiesparens durch die Sommerzeit als haltlos erwiesen. Wie das Umweltbundesamt betont, knipsen wir zwar im Sommer abends seltener das Licht an. Dafür wird im Frühjahr und Herbst in den Morgenstunden mehr geheizt. Unterm Strich bringt die Sommerzeit also keine Ersparnis. In einer Stellungnahme hält das Umweltbundesamt fest: „Durch das Vor- und Zurückstellen der Uhren sparen wir keine Energie.“

Dass die Beleuchtung für die Stromkosten eines Haushalts lediglich eine kleine Rolle spielt, hebt der Energiekonzern E.ON hervor. "Licht hat nur einen geringen Anteil am Stromverbrauch - durchschnittlich rund neun Prozent", erklärt Uwe Kolks, Geschäftsführer der E.ON Energie Deutschland. "Den Löwenanteil machen Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Waschmaschine oder Backofen aus - und zwar ganz unabhängig von der Zeitumstellung."

Kritik an der Zeitumstellung kommt auch vom Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft. In einer Pressemitteilung heißt es: „Die deutsche Energiewirtschaft kann seit Jahren keine Sparwirkung durch den Dreh am Zeiger erkennen."

Zeitumstellung 2018: Diese Probleme kann uns die Sommerzeit bereiten

Auch nach der Zeitumstellung werden wieder viele Menschen über die Auswirkungen der geklauten Stunde Schlaf klagen. Warum die Zeitumstellung einigen Menschen zu schaffen macht, erklärt der renommierte Psychologe und Schlafforscher Professor Jürgen Zulley von der Universität Regensburg im Interview mit dem Radiosender Bayern 2. „Es ist ja so, dass unser Schlafen und Wachen von inneren Uhren gesteuert werden, die sich nach unserem Tageslicht ändern. Und da ändert sich bei der Zeitumstellung ja nur wenig. Und insofern tun unsere inneren Uhren so, als ob wir im alten Normalzeit-Rhythmus leben. Und wir stehen sozusagen für unseren Körper auch in den folgenden Tagen und Wochen noch eine Stunde zu früh auf. Dann sind die Hormone oder andere Funktionen des Körpers noch nicht hochgeregelt. Sie befinden sich eigentlich noch im Schlaf. Und trotzdem muss man früher aufstehen und zur Arbeit gehen.“

Wie eine im März 2017 veröffentlichte Forsa-Untersuchung für die Krankenkasse DAK-Gesundheit belegt, gaben 27 Prozent der Befragten an, gesundheitlich unter der Zeitumstellung auf Sommerzeit zu leiden. Die häufigsten Beschwerden: Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Schlafstörungen. Rund drei Millionen Menschen nehmen nach einer DAK-Hochrechnung sogar Schlafmittel, um besser mit dem Zeitverlust durch die Zeitumstellung klarzukommen.

Auch Tiere leiden unter der Zeitumstellung auf die Sommerzeit: Die Fütterungszeiten sind einem Rhythmus angepasst und können nicht einfach um eine Stunde verschoben werden, klagen Landwirte. Auch Milchkühe müssen sich auf neue Melkzeiten erst einstellen und geben zunächst weniger Milch.

Zudem bringt die Zeitumstellung nachweislich Vekehrsgefahren mit sich. Einige Studien kamen zu dem Ergebnis, dass es am Montagmorgen nach der Umstellung auf die Sommerzeit mehr Unfälle als an anderen Montagen gibt. 

Nach der Zeitumstellung auf Sommerzeit steigt laut ADAC auch die Gefahr für Wildunfälle. Denn: „Die Zeitumstellung hat auf Rehe und Wildschweine keinerlei Wirkung. Sie sind wie gewohnt in der Morgendämmerung unterwegs.“ Die Dämmerung falle zu Beginn der Sommerzeit genau mit dem Berufsverkehr zusammen. „Der ADAC rät daher in dieser Zeit besonders vorausschauend und mit genügend Abstand zu fahren.“ 

Aus der Landwirtschaft ist bekannt, dass Kühe bis zu zwei Wochen benötigen, um sich auf die neuen Melkzeiten umzustellen – deshalb haben sich einige Allgäuer Bauern Jahrzehnte später einfach geweigert, eine neuerliche Umstellung mitzumachen.

Zeitumstellung 2018: Sind der Termin für die Umstellung auf Sommerzeit und der Frühlingsanfang identisch?

Nein, es sind verschiedene Termine. Wie auch schon im Vorjahr ist 2018 die Zeitumstellung nach dem Frühlingsanfang. Für auf den Frühlingsbeginn gibt es sogar drei verschiedene Termine: Den astronomischen oder kalendarischen, Frühlingsanfang (20. März), den meteorologischen Frühlingsanfang (1. März) und den phänologischen Frühlingsanfang (der an kein bestimmtes Datum gebunden ist). 

Warum wird die Zeitumstellung nicht einfach abgeschafft?

Aktuell wird also, wie bereits oben erwähnt, auf EU-Ebene geprüft, ob die Zeitumstellung abgeschafft werden könnte. Doch warum hat sich bislang noch niemand an die Abschaffung der Sommerzeit getraut? „Die Antwort ist wahrscheinlich: Aus rein bürokratischen Gründen“, meint Schlafforscher Prof. Zulley im Interview mit Bayern 2 im vergangenen Jahr. „Weil sie nun einmal eingeführt wurde und sie EU-weit wieder abgeschafft werden müsste. Und weil das ein solcher Aufwand ist, lässt man es dabei bleiben. Obwohl Studien gezeigt haben, dass die Umstellung auf die Sommerzeit nichts bringt.“

Zudem betont Zulley, dass kein EU-Land die Zeitumstellung im Alleingang abschaffen dürfe. „Da gibt es eine Harmonisierung innerhalb der EU. Das heißt: Wenn hier etwas geändert werden sollte, dann geht das nur über die EU-Kommission. Also europaweit. Und da darf kein Land, welches in der EU ist, Einzelwege gehen. Das heißt: Wir sind an die EU gebunden.“

Wie der Schlafforscher meint, müssen wir uns auch in den kommenden Jahren auf die beiden Zeitumstellungen im Frühjahr und im Herbst einstellen. Denn Brüssel sei ja in Sachen Bürokratie nicht unbedingt für Flexibilität bekannt. „Ich befürchte, dass sich da sehr wenig tun wird. Auch aus Erfahrung heraus von dem, was man ja häufig von Brüssel hört. Es ist ja ein sehr großer, ein riesiger Apparat. Und den in Bewegung zu setzen, ist schwierig. Obwohl es vernünftiger wäre. Ich bin da etwas skeptisch, ob das umgesetzt wird. Ich bin sicherlich schon vor zehn, vielleicht sogar zwanzig Jahren darauf angesprochen werden. Immer wieder kam das Thema mal hoch. Meistens übrigens vor irgendwelchen Wahlen. Und dann versackte es wieder.“ Das hat er gut eingeschätzt, denn: Obwohl die EU-Kommission nun mit der Prüfung beauftragt ist, könnte es noch eine Weile dauern, bis die Zeitumstellung tatsächlich abgeschafft ist. 

Zeitumstellung 2018 auf Sommerzeit: Diese Eselsbrücken helfen Ihnen weiter

Für die Zeitumstellung gibt es einige Eselsbrücken, mit denen man Sie sich leicht einprägen kann, ob im Frühjahr oder Herbst der Tag eine Stunde kürzer oder länger wird.

Zum Beispiel: „Im Sommer stellt man die Gartenmöbel vor die Tür. Im Winter stellt man sie zurück in den Schuppen.“ Dementsprechend werden bei der Zeitumstellung auf die Sommerzeit die Uhren vorgestellt und bei der Zeitumstellung auf die Winterzeit wieder zurück. 

Eine Abwandlung der Eselsbrücke mit den Gartenmöbeln ist dieser Spruch: „Im Sommer geht man vor die Haustür, weil es warm ist. Im Winter geht man zurück ins Haus, weil es kalt ist.“

"Im Frühjahr muss man früher aufstehen." Dieser Spruch ist eigentlich selbsterklärend. Bei der Zeitumstellung auf die Sommerzeit wird uns eine Stunde Schlaf gestohlen, denn die Uhren werden vorgedreht. 

Alle gängigen Eselsbrücken zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit haben wir bereits zusammengefasst.

Wann endet die Sommerzeit 2018?

Genau wie für die Zeitumstellung auf Sommerzeit im Frühjahr gibt es auch für die Umstellung auf Winterzeit im Herbst ein festes Datum. Die Sommerzeit endet immer am letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr in der Früh. Dann werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt und die Winterzeit beginnt. Langschläfer dürfen sich schon auf den 28. Oktober 2018 freuen. Dann bekommen sie mit der Umstellung auf die Winterzeit wieder eine Stunde Schlaf geschenkt.

fro/pak/Video:snackTV

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