Bewohner hörten verdächtiges Knacken

Was ist in der Erde los? Sechs Häuser in Wuppertal drohen einzustürzen

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Häuser in Wuppertal einsturzgefährdet: Ein Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes bringt an einem vom Einsturz bedrohtem Haus einen Messpunkt an.

Erst knackte es, dann kamen Risse: In Wuppertal mussten zahlreiche Menschen ihre Häuser verlassen. Die Gebäude drohen einzustürzen.

  • Sechs Häuser in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) sind weiter einsturzgefährdet.
  • Am Sonntag hatten zunächst 70 Menschen ihre Häuser wegen Einsturzgefahr verlassen müssen. Das gesamte Areal wurde abgesperrt.

Update vom 11. März, 13.15 Uhr: Von acht wegen Einsturzgefahr geräumten Wohnhäusern in Wuppertal sind zwei wieder freigegeben worden. Damit seien noch 50 Menschen betroffen, die nicht in ihre Wohnungen zurückdürfen, sagte eine Sprecherin der Stadt Wuppertal am Montag.

Die meisten könnten immerhin kurz die notwendigsten Sachen aus den Häusern holen. Nur an einem Haus aus der Gründerzeit seien die Risse so stark, dass es gar nicht mehr betreten werden dürfe. „Für die Betroffenen ist das natürlich sehr schlimm, das hat sie völlig überrascht.“

Die Ursache seien möglicherweise Bergbauschäden - dies sei aber noch unklar. In dem betroffenen Gebiet habe es vor langer Zeit Bergbau gegeben. In der Nähe zeuge noch eine alte Lore davon. Spezialisten der Bergbauaufsicht seien eingeschaltet, um dies zu klären und der Ursache auf den Grund zu gehen.

Die Erstmeldung vom 10. März 2019:

Wuppertal - In Wuppertal drohen mehrere Häuser einzustürzen - die Feuerwehr hat am Sonntag 70 Menschen in Sicherheit gebracht. Insgesamt seien acht Gebäude evakuiert worden, teilte die Stadtverwaltung am Sonntag mit. 

Nach einer ersten Einschätzung haben sich unter den Häusern Hohlräume gebildet, die nun die Stabilität der Gebäude gefährdeten. Die Ursache für die Hohlräume sei aber noch unklar.

Wuppertal: Bewohner hören knacken und sehen Risse

Bewohner hätten am Sonntagnachmittag den Notruf gewählt, weil in einem der Häuser ein verdächtiges Knacken zu hören gewesen sei. In den Wänden hätten sich Risse gebildet. Als Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk das Gebäude untersuchten, fanden sie weitere Schäden auch an den Nachbarhäusern. Polizei und Ordnungsamt hätten daraufhin das gesamte Areal räumen lassen und abgesperrt. Ein Krisenstab soll nun über die weiteren Schritte entscheiden.

Wuppertal war erst vor einigen Monaten von einer verheerenden Explosion erschüttert worden - fast 30 Menschen verloren damals ihr Zuhause. Ein 54-Jähriger wurde wegen 21-fachen Mordversuchs angeklagt.

dpa

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