Dritter Vorfall mit Air-Berlin-Flugzeug in einer Woche

Nürnberg - Eine Boeing der Air Berlin ist am Freitagabend auf dem Flughafen Nürnberg kurz vor dem Start von der Rollbahn gerutscht und im Schnee steckengeblieben.

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Die 133 Passagiere und Crew-Mitglieder blieben unverletzt und konnten das Flugzeug über die hintere Treppe verlassen, wie die Airline am Samstag auf Anfrage erklärte. Das Flugzeug musste abgeschleppt werden, die Ursache des Unfalls wird untersucht. Der Flughafen blieb zweieinhalb Stunden lang gesperrt.

Es ist bereits der dritte Vorfall mit einem Air-Berlin-Flugzeug innerhalb einer Woche. Am Sonntag war in Dortmund eine Boeing 737-800 der Air Berlin mit 165 Passagieren an Bord über das Ende der Landebahn hinaus gerollt und mit dem Fahrwerk erst auf der angrenzenden Wiese zum Stehen gekommen.

Die Passagiere blieben unverletzt und verließen die Maschine über Treppen. Der Flughafen blieb stundenlang gesperrt. Am Mittwoch hatte in Berlin ein Air-Berlin-Pilot den Start gleich zu Beginn wegen Problemen mit einem Sensor abgebrochen, wie die Airline bestätigte. Der Sensor wurde den Angaben zufolge inzwischen ausgetauscht.

Bei dem Unfall mit der Boeing 737-800, der sich am Freitagabend um kurz vor 21.30 Uhr in Nürnberg ereignete, wurde das Flugzeug nicht beschädigt, erklärte die Airline. Es sei mit langsamer Geschwindigkeit losgefahren, von der Zufahrt zur Landebahn abgekommen und habe sich mit dem Bugrad im Schnee festgefahren. Ob das Winterwetter daran schuld war oder der Unfall andere Ursachen hat, werde nun “intensiv“ geprüft.

Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen ermittelt

Laut dem Nürnberger Flughafen hat auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) die Ermittlungen aufgenommen. Das Flugzeug sollte nach Düsseldorf fliegen, die Passagiere wurden umgebucht. Seit Mitternacht laufe der Flugverkehr in Nürnberg wieder und habe sich bis zum Morgen normalisiert, sagte ein Sprecher.

APD

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