Wieder Deutsche mit Killer-Käse vergiftet

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Niedersachse mit Killer-Käse vergiftet

Frankfurt/Main - Sechs Menschen sind an dem mit Listerien verunreinigtem Käse aus Österreich inzwischen gestorben. Nun sind zwei weitere Menschen in Deutschland erkrankt.

Wie das niedersächsische Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte, liegt ein 71-jähriger Mann aus dem Kreis Lüneburg bereits seit einem Monat mit Symptomen wie Fieber, grippeähnlichen Beschwerden und Meningitis im Krankenhaus. Im Hirnwasser des Mannes seien Listerien nachgewiesen worden. Auch bei einem Mann aus Rheinland-Pfalz wurde der Erreger gefunden.

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Im Falle des Mannes aus dem Kreis Lüneburg war die Herkunft der Listerien lange unklar. Seine Frau hatte zunächst verneint, eine der betreffenden Käsesorten - “Reinhardshof, HarzerKäse“ und “Reinhardshof, Bauernhandkäse mit Edelschimmel“ bei Lidl - gekauft zu haben. Erst jetzt, als die Presse darüber informierte, erinnerte sie sich, beide Käsesorten bei dem Discounter in Mecklenburg-Vorpommern gekauft zu haben. Nur der 71-Jährige habe davon gegessen.

Lidl hatte die Käsesorten des österreichischen Herstellers Prolactal in allen deutschen Filialen Ende Januar aus dem Verkauf genommen. Auch in Rheinland-Pfalz gab es einen Listeriose-Fall. Wie das Landesuntersuchungsamt in Koblenz berichtete, wurde bei einem Mann aus dem Kreis Alzey-Worms derselbe Erreger nachgewiesen, mit dem sich schon mindestens 16 Menschen in Österreich und Deutschland infiziert haben. Der 67-Jährige werde in einer Klinik behandelt und befinde sich bereits auf dem Weg der Besserung. Der mit Listerien-Bakterien verseuchte Käse aus österreichischer Produktion hat bereits im vergangenen Jahr sechs Menschen in Deutschland und Österreich das Leben gekostet. Unter den in diesem Jahr Erkrankten sind außerdem zwei Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern.

dapd

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