Polizei bekommt Brandanschläge nicht in den Griff

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Ein ausgebranntes Auto steht in der Nacht zum Donnerstag (18.08.2011) auf der Straße Zum Hechtgraben in Berlin.

Berlin - Kein Ende der Brandstiftungen in Berlin: Bereits an drei aufeinanderfolgenden Nächten wurden 35 Autos angezündet. Die Einsatzkräfte kommen kaum hinterher. Jetzt haben sich die Täter eine neue "Zielgruppe" gesucht.

Die Berliner Polizei bekommt trotz personeller Verstärkung das Problem der Brandanschläge auf Autos nicht in den Griff. In der dritten Nacht in Folge zündeten Brandstifter Fahrzeuge an - am frühen Donnerstagmorgen brannten neun Fahrzeuge, weitere drei wurden nach Angaben der Polizei beschädigt. Betroffen war erneut überwiegend der gutbürgerliche Bezirk Charlottenburg.

Die Polizei schickte nach der beispiellosen Brandserie zusätzliche Streifen los, auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Die Suche nach den Tätern bleibt aber schwierig.

Neue "Zielgruppe": Ältere Autos

Die Polizei schickte nach der beispiellosen Brandserie zusätzliche Streifen los, auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Die Suche nach den Tätern bleibt aber schwierig.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte die Bürger am Mittwoch zu Wachsamkeit aufgerufen. Sie sollten verdächtige Beobachtungen umgehend der Polizei melden. Die Berliner CDU fordert zudem die Einrichtung einer Sonderkommission, Innensenator Ehrhart Körting (SPD) lehnte dies bislang jedoch ab.

Zunächst brannten am Donnerstagmorgen kurz nach Mitternacht mehrere Autos im Stadtteil Charlottenburg. Dabei gingen nicht nur zwei hochwertige Kombiwagen in Flammen auf, sondern auch zwei mehr als zehn Jahre alte Autos. Später brannten zwei Autos im Stadtteil Tiergarten, anschließend mehrere in Neu-Hohenschönhausen.

In der Nacht zum Dienstag waren bereits 18 Fahrzeuge, in der Nacht zum Mittwoch 17 Fahrzeuge zerstört oder beschädigt worden.

Auch Brandanschläge auf Autos in Brandenburg verübt

Erstmals wurden in der Nacht zu Donnerstag auch Wagen in Brandenburg angezündet. Ein Pkw und ein Kleintransporter brannten in Niedergörsdorf (Kreis Teltow-Fläming) aus, wie ein Polizeisprecher auf dapd-Anfrage sagte. Die beiden geparkten Autos seien kurz hintereinander angesteckt worden. Sie standen rund zwei Kilometer entfernt voneinander. Zu einem möglichen politischen Hintergrund der Taten sei noch nichts bekannt, sagte der Sprecher.

dpa/dapd

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