Wetter: Wann die Kältewelle ein Ende hat

Offenbach - Deutschland zittert weiter in klirrender Kälte: Die Nacht zum Dienstag hat zum Teil Temperaturen um die minus 25 Grad gebracht. Wann es endlich wieder wärmer wird:

Aufziehende Wolken sollen in den kommenden Tagen die klirrende Kälte der vergangenen Nächte stoppen und wieder für etwas mildere Temperaturen sorgen. Tagsüber könne das Thermometer aber noch einmal „weit runter gehen“, da die wärmende Sonne es vielerorts nicht mehr durch die Wolken schafft, sagte Dorothea Paetzold, Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach.

Wann die Kältewelle ein Ende hat:

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Das Kältehoch „Dieter“ habe mittlerweile zwei Ausläufer - über Nordrussland und an der Nordsee. Schnee wird es laut DWD am Mittwoch noch nicht geben. Ab Donnerstag aber soll von Osteuropa her ein Tiefdruckgebiet entstehen, das vor allem neuen Schnee nach Süd- und Ostdeutschland bringen könnte. Dann soll auch das Wetter nasskalt werden: „Es fühlt sich aber genauso lausig an, weil es nass ist“, sagte Paetzold.

Die Nacht zum Dienstag hatte zum Teil Temperaturen um die minus 25 Grad gebracht. Laut DWD war das Quecksilber im sachsen-anhaltischen Ort Stiege am tiefsten gesunken: auf minus 25,7 Grad. Vor allem in Thüringen, Sachsen und Brandenburg sei es richtig kalt gewesen - Rekordwerte waren aber nur vereinzelt dabei.

Kältetote in Deutschland und Europa

Ein 75-jähriger Rentner war bereits vergangene Woche auf einem Feldweg zwischen Husum und Brokeloh in eisiger Kälte gefunden worden. Eine Obduktion habe Unterkühlung als Todesursache ergeben, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. In Polen ist die Zahl der Kältetoten ebenfalls gestiegen. In der Nacht zu Dienstag erfroren sechs meist obdachlose Menschen, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums in Warschau mit. Damit starben seit Beginn der Kälteperiode allein in Polen 68 Menschen an den Folgen der Kälte.

Kältetote in Tschechien

In Tschechien stieg die Zahl der Kältetoten seit Beginn der Kälteperiode auf 20. In einer Prager Kleingartenkolonie fanden Polizisten am Dienstag die Leiche eines 44 Jahre alten Obdachlosen. Die tiefste Temperatur wurde zuletzt mit minus 24,8 Grad in Sindelova (Schindlwald) im westlichen Erzgebirge gemessen. Bei spiegelglatter Fahrbahn kam es im ganzen Land zu zahlreichen Verkehrsunfällen. In der Gemeinde Kasejovice in Westböhmen rutschte ein Lastwagen in ein Wohnhaus.

Kältewelle: So frieren Deutschland und die Welt

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Mit Temperaturen um minus 14 Grad war es in Polen am Dienstag zwar nicht mehr so kalt wie in der vergangenen Woche. Mehrere Schulen vor allem in ländlichen Regionen blieben jedoch geschlossen, weil Heizungsrohre in der Dauerkälte kaputt gingen. Der Dauerfrost bremst auch den Fußball im Warschauer Nationalstadion aus: Wegen der andauernden Minustemperaturen seien die polnischen Rasenrollen gefroren und könnten nicht ausgerollt werden, berichtete die „Gazeta Wyborcza“ am Dienstag. Nun soll Rasen aus Holland das erste Spiel am Samstag ermöglichen - doch auch der kam angefroren in Polen an.

ADAC im Dauereinsatz

Auf den Straßen in Deutschland ist der ADAC derzeit im Dauereinsatz. In Mecklenburg-Vorpommern haben die Pannenhelfer bei sibirischer Kälte derzeit fast viermal so viel zu tun wie sonst. Die Zahl der Einsätze stieg auf bis zu 811 Hilfseinsätze am Tag, davon 85 Prozent wegen defekter Batterien, teilte der ADAC Hansa am Dienstag in Schwerin mit. Normal seien im Jahresdurchschnitt täglich etwa 225 Einsätze. Am Stettiner Haff im Nordosten des Bundeslandes war am Montag der Rekordwert von minus 29 Grad gemessen worden.

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