Verschwundener Rentner: Seine Frau verbrannte ihn

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Beamte der Wasserschutzpolizei hatten in Kappel-Grafenhausen (Ortenaukreis) auch im Fluss Elz nach einem vermissten Rentner gesucht.

Kappel-Grafenhausen - Es ist kaum zu glauben: Erst tauchte eine 54-Jährige mit einem Doppelgänger ihres Ehemanns bei einem Notar auf - und jetzt gestand die Frau, ihren Mann (70) verbrannt zu haben.

Nach dem Verschwinden eines Rentners im badischen Kappel-Grafenhausen hat die Ehefrau des 70-Jährigen ein Teilgeständnis abgelegt. Die 54-Jährige räumte den Tod ihres Mannes ein, bestritt aber, dass er gewaltsam zu Tode kam, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

Die Frau habe zugegeben, dass sie die Leiche ihres Mannes zunächst mit Beton übergossen hat. Dann habe sie den Beton-Sarg wieder aufgehackt und den Toten verbrannt.

Der Rentner und Rheinfischer war Ende Oktober von einem Bekannten vermisst gemeldet worden. Mehrere Wochen später schaltete seine Frau eine Anwältin aus Freiburg ein und gab sich in der Kanzlei gemeinsam mit dem Doppelgänger als Ehepaar aus. Ein Treffen mit der Polizei wenige Tage später platzte, weil der angebliche Ehemann nach Angaben der Frau kurzfristig eine Reise angetreten hatte.

Fünf Monate nach dem rätselhaften Verschwinden eines Rentners hat die Polizei in Baden-Württemberg einen grausigen Fund gemacht: Vor dem Haus des Vermissten in Kappel- Grafenhausen entdeckten die Ermittler am Donnerstag Menschenknochen. Ob es die Überreste des 70-Jährigen sind, müsse noch geklärt werden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass der Rentner ermordet worden ist.

dpa

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