Traditionelle Urlaubsländer leiden unter Krise

+
Urlaub am Strand steht zwar weiterhin hoch im Kurs - aber traditionelle europäische Urlaubsländer mussten aufgrund der Krise Federn lassen.

Berlin - Die Wirtschaftskrise wirkt sich gravierend auf die Urlaubsplanung der Europäer aus: Spanien, Frankreich und Griechenland mussten Federn lassen.

Weil der Preis immer stärker das Ziel bestimmt, mussten im Reisesommer 2009 traditionell starke Urlaubsländer wie Spanien, Frankreich und Griechenland Federn lassen und Marktanteile an billigere Urlaubsziele außerhalb der Euro-Zone abgeben. Dafür reisten deutlich mehr Sonnenanbeter ans östliche Mittelmeer oder in den Norden Afrikas, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten “World Travel Trends Report“ der ITB hervorgeht.

Ferien in der Sonne und am Meer lagen in der Gunst der Urlauber auch im Krisenjahr 2009 trotz eines leichten Rückgangs ganz vorne. Hingegen gingen in den ersten acht Monaten des Jahres europaweit die klassischen Rundreisen und der Urlaub auf dem Land stark zurück. Während der klassische Winterurlaub im Schnee zu Anfang des Jahres zulegte, verloren die Berge in den Sommer- und Herbstmonaten an Attraktivität. Außerdem stiegen mehr Urlauber aufs Auto um. Während die Zahl der Ferienreisen auf vier Rädern um zwei Prozent zunahm, ging die Zahl der Flugreisenden um acht Prozent zurück. Auch die Anbieter von Schiffsreisen mussten Einbußen hinnehmen, Busreisen waren demnach erneut weniger gefragt.

Der Report basiert auf der Einschätzung von 60 Tourismusexperten aus 30 Ländern und wurde von dem Tourismus-Forschungsunternehmen IPK erstellt. Die Jahresendergebnisse werden auf der ITB Berlin präsentiert. Sie findet vom 10. bis 14. März statt.

dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare