Rocker-Treffen: Polizei will Großaufgebot einsetzen

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Die rivalisierenden Motorradclubs Hells Angels und Bandidos liefern sich in einigen Bundesländern seit geraumer Zeit einen regelrechten Bandenkrieg - die Polizei ist deshalb besorgt (Archivfoto).

Düsseldorf - Bandidos gegen Hells Angels: Im November wollen sich die Rockergruppen in Dortmund treffen. Die Polizei ist besorgt: Bei einer Razzia entdeckten die Beamten ein umfangreiches Waffenarsenal.

Nach den Massenschlägereien zwischen Bandidos und Hells Angelsblickt die Polizei mit Sorge auf ein für den 14. November geplantes Rocker-Treffen in der Dortmunder Innenstadt. Anlass sei das zehnjährige Bestehen der deutschen Abteilung der internationalen Rockerbande Bandidos, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der “Bild“-Zeitung.

Bilder: Das sind die Hells Angels

Großalarm für Polizei: Hells Angels kommen

Die Feier sei zunächst als Privatveranstaltung eingestuft worden. Nach den Krawallen am Wochenende werde die Lage nun noch aber noch einmal neu eingeschätzt und die Einsatzplanung entsprechend angepasst. Wahrscheinlich ist ein großes Polizeiaufgebot erforderlich, um die Teilnehmer der Veranstaltung vor Angriffen der Hells Angels zu schützen.

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Bei einem Mitglied der Rockerbande Hells Angels hat die Polizei in Schleswig-Holstein ein umfangreiches Waffenarsenal an Maschinenpistolen, Schrotflinten, großkalibrigen Revolvern und Pistolen sichergestellt. Wie die Behörden am Dienstag mitteilten, hatten Ermittler des Landeskriminalamtes gemeinsam mit Kräften der örtlichen Polizeidirektion eine Auto-Werkstatt in Flensburg am Montag durchsucht. Dabei stießen sie auf mehrere Kisten und Waffenkoffer, in denen sich auch große Mengen an Munition und sprengstoffähnlichen Substanzen neben Zündvorrichtungen befanden. Der Inhaber der Werkstatt habe im Verdacht gestanden, Waffen und Munition illegal in seinen Firmenräumen für die Rocker aufzubewahren, hieß es. Die rivalisierenden Motorradclubs Hells Angels und Bandidos liefern sich in einigen Bundesländern seit geraumer Zeit einen regelrechten Bandenkrieg, bei dem immer wieder Mitglieder schwer verletzt werden oder sterben.

Krawalle am Wochenende

Am Wochenende war es im Ruhrgebiet zu einem regelrechten Rockerkrieg zwischen den beiden seit langem verfeindeten Rockergruppen gekommen. Etwa 50 bis 60 Mitglieder der Hells Angels und der Bandidos lieferten sich in der Nacht zum Sonntag im Duisburger Rotlichtviertel eine Massenschlägerei. Wenige Stunden später wurde in das Clubheim der Hells Angels in Solingen eine Handgranate geworfen, die aber nicht detonierte. Ob die Bandidos dahintersteckten, war unklar. In Essen schossen Unbekannte auf ein Bandidos-Clubheim. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter forderte am Montag ein Verbot der Rockergruppen. Die Clubheime der beiden rivalisierenden Rockerbanden in Essen und Duisburg werden inzwischen rund um die Uhr überwacht. “Wir haben die Szene genau im Auge“, sagte ein Polizeisprecher aus Duisburg. Seit den Krawallen am Wochenende sei es aber ruhig geblieben.

AP

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