Rentner gesteht Blutbad

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Ein 72-jähriger Rentner hat seine Morde an zwei Rechtsanwälten und einem Gutachter gestanden.

Mönchengladbach - Ein 72-jähriger Rentner hat seine Morde an zwei Rechtsanwälten und einem Gutachter gestanden. Doch Reue zeigt er nicht. Schließlich sei er gemobbt und provoziert worden.

Im Prozess um das Blutbad im niederrheinischen Schwalmtal hat der 72 Jahre alte Angeklagte die Morde an zwei Rechtsanwälten und einem Gutachter gestanden. “Für mich war das richtig. Die mussten weg und Feierabend“, sagte der Rentner am Freitag im Landgericht Mönchengladbach. “Die sind ja selber Schuld gewesen.“

Vom Ex-Mann seiner Tochter und dessen neuer Freundin sei er jahrelang gemobbt worden. Er habe geschossen, “weil ich das nicht mehr ertragen konnte“. Ein Opfer habe ihn noch angefleht: “Mich nicht. Ich mach alles.“ Er habe erwidert: “Du musst auch weg, das nutzt alles nichts.“ Dann habe er geschossen.

Bei der Bluttat im vergangenen August starben zwei Rechtsanwälte und ein Gutachter. Sie wollten den Wert des Hauses ermitteln, das der Tochter des Rentners und ihrem Ex-Mann gehörte. Es sollte nach einem jahrelangen Familienstreit zwangsversteigert werden.

Alle acht Anwälte seiner Tochter seien vom gegnerischen Anwalt bestochen worden, behauptete der 72-Jährige. Seine Tochter habe jeden Prozess verloren. “Das hält doch keiner aus.“

dpa

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