Rasterfahndung nach Schulweg-Vergewaltiger

Halle - Mit einer länderübergreifenden Rasterfahndung sucht die Polizei in Sachsen-Anhalt einen mutmaßlichen Sexualstraftäter, der sieben Schülerinnen vergewaltigt haben soll.

Das Amtsgericht Halle habe auf Antrag der Staatsanwaltschaft der Rasterfahndung zugestimmt, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd am Sonntag der Nachrichtenagentur AP. Nach Informationen von MDR Info wurde zu diesem Mittel bei der Tätersuche gegriffen, weil auch eine Massenspeichelprobe von 6.500 in Tatortnähe lebenden Männern ergebnislos geblieben sei. Nun sollen die Daten aller männlichen Personen im Großraum Halle in Sachsen-Anhalt, Jena in Thüringen, Borna in Sachsen und Berlin mit dem bislang bekannten Täterprofil abgeglichen werden.

Er sei vermutlich zwischen 30 und 50 Jahre alt, 1,65 bis 1,85 Meter groß, spreche mit mitteldeutschem Akzent und habe kurze dunkle Haare mit ausgeprägten Geheimratsecken, bestätigte der Polizeisprecher. Ein Phantombild gebe es nicht, aber Spuren seiner DNA, die nach allen sieben Vergewaltigungsfällen sichergestellt worden seien.

Den kriminaltechnischen Ermittlungen zufolge hat sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der gleiche Mann zwischen Januar 2002 und April 2008 an sieben Schulmädchen vergangen, denen er sich meist auf dem Weg nach Hause genähert habe. Laut MDR werden die Daten von Einwohnermeldeämtern und Rentenversicherung gerastert sowie die Daten aller Betriebe, die in der Nähe der Tatorte liegen.

ap

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