Bizarres Phänomen auf dem Pausenhof

„Pussy Slapping“: Das steckt wirklich hinter dem Teenie-Trend

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„Pussy Slapping“ - auf dem Schulhof: Gibt es diesen Teenager-Trend wirklich? 

Auf den deutschen Schulhöfen soll es einen neuen Trend geben: „Pussy Slapping“. Was dieser Begriff eigentlich bedeutet und was wirklich dahintersteckt, erfahren Sie hier.

Trends tauchen auf, aber verschwinden sang- und klanglos. Eine neue Modeerscheinung unter Teenagern scheint „Pussy Slapping“ zu sein. 

Statt sich Küsschen auf die Wangen zu hauchen oder sich fest zu drücken, geben sich wohl Mädchen einen Klaps auf den Venushügel. Dieser intime Übergriff unter Freundinnen nennt sich „Pussy Slapping“ und wird, wie der Spiegel berichtet, zunehmend von Lehrern beobachtet. Mütter und Väter reagieren geschockt auf diese Mode. Doch gibt es diesen Trend wirklich?

Was ist „Pussy Slapping“ genau?

Wer sich in der vergangenen Zeit etwas mit dem US-Präsidenten Donald Trump befasst hat, dem dürfte das englische Wort „Pussy“ geläufig sein. Das englische Wort „Slapping“ lässt sich auf Deutsch mit „Klatschen“ oder „Schlagen“ übersetzen.

Schmerz als Lustfaktor

Der Begriff „Pussy Slapping“ ist Leuten längst bekannt, die keinen Spaß am Kuschel-Sex und Sadomaso bevorzugen. Er beschreibt sanfte Schläge auf den weiblichen Intimbereich - den Venushügel, Schamlippen oder Klitoris.

Nun haben scheinbar Mädchen „Pussy Slapping“ für sich entdeckt. Und finden diese „Slap“-Attacken ziemlich witzig, wie Videos auf oder Posts auf Instagram beweisen. Ganz vorne mit dabei sind vier junge Australierinnen, die sich „83 Squad“ nennen und mit ihren Videos von kindischen Streichen Geld verdienen. Sie reißen sich am Strand Bikini-Tops runter und klatschen sich in den Schritt.

Akt der Dominanz

Die Slap-Attacken kommen aus dem Hinterhalt, wenn die Freundin den Schlag nicht erwartet. Das ist für das Opfer meist schmerzvoll. Einige Mädchen krümmen sich kurz vor Schmerz, doch offenbar finden viele es lustig. Nach dem Gelächter folgt meist schnell die Rache.

Schmerz statt Respekt? Das „Einkicken“ scheint nach Ansicht eines Lehrers, wie der Spiegel berichtet, eine Rolle zu spielen. So hat die Online-Bloggerin Juno Vai den Lübecker Neuropsychologen Erich Kasten zu diesem Verhalten befragt:  

"Der Pussy Slap ist auch ein Akt der Dominanz, mit dem ein junges Mädchen quasi symbolisch versucht, das Sexualorgan ihrer Nebenbuhlerin zu schädigen oder deren Lustgefühl zu verhindern, um sie als Konkurrentin auszuschalten."

Dass junge Teenager neue Sachen ausprobieren, albern sind und Spaß haben wollen, ist klar. Doch seiner besten Freundin auf die Vagina zu schlagen, geht wohl zu weit. Bleibt zu hoffen, dass dieser Trend bald Geschichte ist und wie viele andere schnell von den Schulhöfen verschwindet.

ml

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