Irrer Vorfall in Hamburg

Bewohner in Angst und Schrecken: 20 Wildschweine verwüsten Stadtteil

+
Eine ganze Herde an Wildschweinen hat gleich mehrere Gärten verwüstet.

Verwüstete Gärten und neun tote Tiere: Wildschweine haben am frühen Mittwoch für viel Ärger gesorgt. 

Hamburg - Bei den Bewohnern im Hamburger Stadtteil Duvenstedt sitzt der Schreck noch tief: Eine ganze Herde an Wildschweinen hat gleich mehrere Gärten verwüstet und in der Stadt für laute Schreie gesorgt. Plötzlich waren die Tiere da - wie aus dem Nichts. Am Mittwochvormittag gab es die ersten Wildschwein-Sichtungen in Gärten, vor einem Supermarkt wurde dann auch noch ein herumrennendes Tier angefahren und getötet. Damit nicht genug: Eine Frau musste sogar auf ihren Gartentisch springen, um einer Wildsau auszuweichen. Wie der NDR berichtet, sollen insgesamt mehr als 20 Keiler gewütet haben. Die von der Polizei alarmierten Jäger nahmen die Wildschweine ins Visier und machten kurzen Prozess. 

Hier ein Foto eines ähnlichen Vorfalls im Oktober in Heide

Doch wie bedrohlich war die Wildschwein-Invasion wirklich? „Das war eine gefährliche Sache", sagte der Duvenstedter Stadtjäger Wolfgang Reiche. In einem bewohnten Gebiet müsse man schon genau schauen, wo man hinschieße. "In einer solchen Form habe ich das noch nicht erlebt", so der Jäger im Gespräch mit NDR 90,3.

Die schlechte Nachricht: Neun der wilden Schweine sind tot. Der Rest konnte erfolgreich fliehen. Das Fleisch der toten Wildschweine wird nun von einem Veterinär untersucht. 

Die gute Nachricht: Wenn es in Ordnung ist, komme es in den Verkauf und endet dann wohl als leckerer Weihnachtsbraten. 

Matthias Kernstock

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare