Berliner Pokerräuber mit weiterem Coup?

Berlin - Zwei der mutmaßlichen Berliner Pokerräuber sollen wenige Tage vor dem spektakulären Überfall auf ein internationales Turnier am Potsdamer Platz schon einmal zugeschlagen haben.

Deshalb sei der 21-jährige Kronzeuge erneut festgenommen worden und sitze nun wieder in Untersuchungshaft, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Freitag mit. Der andere Verdächtige sei ohnehin in Untersuchungshaft.

Die beiden Männer sollen bereits am 25. Februar an einem Raubüberfall beteiligt gewesen sein, bei dem einer der Täter angeschossen wurde. Es habe Hinweise gegeben, sagte Steltner zu den neuen Ermittlungen.

Wegen des Überfalls auf das Pokerturnier im Luxushotel Grand Hyatt am 6. März sitzen nun sechs Verdächtige in Untersuchungshaft. An diesem Montag beginnt der Prozess am Berliner Landgericht gegen vier mutmaßliche Räuber, der 21-jährige Kronzeuge ist einer von ihnen. Zwei mutmaßliche Drahtzieher sitzen ebenfalls in Untersuchungshaft. Sie warten noch auf ihre Prozesse.

Nachdem der 21-Jährige als Kronzeuge ausgesagt hatte, war er zunächst auf freien Fuß gesetzt worden. Die neuen Vorwürfe sind nicht Gegenstand des Prozesses. Die Räuber mit türkischer und arabischer Herkunft im Alter zwischen 19 und 21 Jahren müssen sich vor einer Jugendstrafkammer wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Sie hatten knapp 242 000 Euro erbeutet. Zwei Wochen nach dem Überfall war das Quartett gefasst, die mutmaßlichen Drahtzieher später.

dpa

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