DNA Test belegt: Totenschädel des Diktators gehört einer Frau

Neue Rätsel um Hitlers Tod

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Nazi-Diktator Adolf Hitler steigt im Jahr 1939 vor einer Wehrmachts-Formation in Polen aus einem Flugzeug.

München - Zahlreiche Legenden ranken sich um den Tod Adolf Hitlers: Beging der Diktator wirklich Selbstmord? Starb er tatsächlich im Führerbunker? Ein sensationeller wissenschaftlicher Fund könnte solchen Spekulationen nun Aufschwung verleihen:

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Eine DNA-Analyse amerikanischer Wissenschaftler der Universität Connecticut am mutmaßlichen Schädelfragment hat ergeben, dass es sich bei dem Knochen gar nicht um die Überreste Adolf Hitlers handelt. Der Knochen mit einem Einschussloch stammt demnach von einer 20 bis 40 Jahre alten Frau! „Der Schädel war für einen Mann viel zu dünn“, erklärt Forschungsleiter Nick Bellantoni. „Männliche Knochen sind robuster.“ Hitler war zum Zeitpunkt seines Todes außerdem bereits 56 Jahre alt.

So begann der Zweite Weltkrieg

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Für den DNA-Test flog der Archäologe extra nach Moskau. Im dortigen Staatsarchiv liegt neben dem Kopf noch ein Kieferknochen – die einzigen, noch erhaltenen Knochen des Massenmörders. Im Gegensatz zum Schädel konnte der Kiefer anhand Hitlers Zahnakte eindeutig dem Nazi-Führer zugeordnet werden.

Russische Soldaten hatten die verkohlten Knochenfragmente 1945 und 1946 in der Nähe des Führerbunkers gefunden. Jahrzentelang lagerten sie im Archiv der russischen Geheimdienste. Das Schädelstück mit einem Einschussloch galt bisher als einziger Beweis dafür, dass Hitler sich per Kopfschuss umgebracht hatte.

Die Ergebnisse aus dem amerikanischen Genlabor stellen diese Theorie nun infrage. Die spektakuläre Entdeckung nährt in Forschungskreisen Zweifel an der bisherigen Geschichtsversion (siehe Link). Dass der mysteriöse Totenkopf von Hitlers 33-jähriger Ehefrau Eva Braun stammen könnte, schließt Wissenschaftler Bellantoni aus: „Es gibt keine Berichte darüber, dass sie sich erschossen hat oder später erschossen wurde. Viele Leute wurden auf diesem Gelände getötet. Der Schädel könnte jedem gehören.“

ISP

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