Am 13. Mai ist es soweit 

Muttertag 2018: Datum, Geschichte, Geschenke - alle Informationen kompakt

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Ob selbstgebastelt oder nicht - am Muttertag zählt vor allem die Geste. 

Der Muttertag fällt 2018 in Deutschland auf den zweiten Sonntag im Mai. Hier finden Sie alle Informationen zu Termin, Geschenken und Geschichte.

München - Am zweiten Sonntag im Mai ist es wieder soweit: der Muttertag steht vor der Tür. Damit kündigt sich in alljährlicher Regelmäßigkeit natürlich auch der normale Wahnsinn um Geschenke und große Gesten an. Bevor das Ganze dieses Jahr aber wieder in Panik ausartet, bewahren Sie lieber die Ruhe und finden Sie Antworten auf ihre Fragen - die gibt es nämlich hier.

Muttertag 2018 - Wann ist er dieses Jahr in Deutschland?

Dieses Jahr wird der Muttertag am Sonntag, 13. Mai, gefeiert. An diesem Tag werden nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich und der Schweiz Mütter geehrt.

Auch wenn sich das Datum Jahr für Jahr ändert, der Termin ist im deutschsprachigen Raum immer auf den zweiten Sonntag im Mai datiert. Behält man diese Information künftig im Gedächtnis, so kann für die kommenden Muttertage gewiss ein schlimmeres Übel abgewandt werden. 

Der Muttertag ist jedoch kein rein deutsches Phänomen: In vielen weiteren Ländern der Welt gibt es einen entsprechenden Tag, der zur Wertschätzung der Mutter ins Leben gerufen wurde. Der einzige Unterschied - neben nationalen und kulturellen Besonderheiten - ist hierbei, dass dieser oftmals auf einen anderen Tag fällt. So feiern beispielsweise unsere Nachbarn in Frankreich den Muttertag am letzten Sonntag im Mai. 

Egal wo und wann der Tag der Mütter gefeiert wird, entscheidend ist jedoch, dass der Grundgedanke weltweit darauf fußt, die besondere Bedeutung der Frau als Schöpferin hervorzuheben. 

Geschenke zum Muttertag 2018: Was kann ich meiner Mutter schenken?

Da selbst der Muttertag in den vergangenen Jahren nicht vom Kommerz verschont blieb, plagt viele im Vorfeld die Frage, was sie ihrer Mutter als Zeugnis ihrer Wertschätzung denn schenken könnten. Als Kind gestaltete sich das Ganze noch relativ simpel, denn in der Schule wurde kräftig für die Mütter gebastelt. Doch kaum ist man raus aus der Kinderstube, scheint sämtliche Kreativität der Ratlosigkeit zu weichen. Aber keine Sorge - hier wird für Abhilfe gesorgt.

Abseits der routinierten Internet-Recherche empfiehlt es sich nämlich oft einfach in sich zu gehen, statt prompt die Kreditkarte zu zücken. Klar freut sich Mama über Gutscheine für professionelle Massagen, Deko-Artikel oder Bilderrahmen, die in der Mitte mit ihren Liebsten bestückt sind - doch sieht man vom materiellen Wert dieser Geschenke mal ab, fehlt ihnen oftmals die persönliche Komponente.

Die meisten Mütter legen ihr Augenmerk eben doch darauf, die Familie um sich zu haben. Deshalb sind gerade gemeinsame Aktivitäten und jene Dinge, die den Tag ausschmücken besonders gut als Geschenk geeignet. 

Wie wäre es also mit einem liebevoll zubereiteten Frühstück oder einem leckeren Kuchen? Im Anschluss dann einen Ausflug mit der Familie und die Freude der Mutter ist einem garantiert. Gerade beim Kuchen kann man sich gut und gerne mal von anderen Muttertags-Riten inspirieren lassen.

So wird in Großbritannien traditionell der sogenannte „Mothering Cake“ - ein besonderer Mandelkuchen - gebacken. In Griechenland gilt zum Muttertag der hausgemachte Honigkuchen als fester Bestandteil auf dem Kaffeetisch.

Ganz egal, was einem in den Sinn kommt, solange man sich Gedanken gemacht hat und viel Liebe in die Umsetzung seines Muttertag-Plans investiert hat, wird der Tag zu Ehren der Mutter sicherlich ein voller Erfolg

Wem es nicht möglich sein sollte, diesen Tag gemeinsam mit seiner Mutter zu verbringen, der kann auch auf Blumenlieferanten zurückgreifen. In diesem Fall hilft besonders die Google-Suchbegriffs-Kombination „Blumen liefern lassen“ weiter. Ansonsten wird sich die Mama gewiss auch über den altmodischen Gruß per Karte freuen. 

Muttertag 2018 - Haben die Blumenläden am Muttertag geöffnet?

Wen es aber komplett in den Sog des Alltags gezogen hat, dem kann es trotz alledem passieren, den Muttertag verschwitzt zu haben. Doch selbst dann dient die nächste Tankstelle als dankbarer Notnagel, wo man noch auf die Schnelle einen Blumenstrauß für die Mutter kaufen kann. Wer allerdings nach etwas qualitativ hochwertigerem trachtet und keinen allzu engen preislichen Rahmen hat, der kann selbst am Muttertag einen Blumenhändler aufsuchen.

Gemäß einer Sonderregelung dürfen am Muttertag Blumenläden in Bayern von 8:00 bis 12:00 Uhr für vier Stunden ihre Sträuße verkaufen.

Auch in anderen Bundesländern öffnen am Muttertag Blumenhändler ihre Pforten, jedoch variieren hier die Öffnungszeiten entsprechend der gesetzlichen Vorschriften.

So dürfen Blumenverkäufer in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein am Muttertag für jeweils fünf Stunden ihre Läden öffnen. In Niedersachsen ist die Regelung besonders strikt: Dort dürfen Blumenhändler nur für drei Stunden öffnen und dies auch nur außerhalb der ortsüblichen Gottesdienstzeiten. 

In Baden-Württemberg sowie in Sachsen ist es Blumenverkäufern sogar für bis zu sechs Stunden erlaubt ihre Läden zu öffnen. In Sachsen allerdings nur innerhalb des vorgegebenen Zeitraums zwischen 7.00 bis 18.00 Uhr. 

Muttertag 2018 - Welche Länder feiern überhaupt Muttertag?

In den meisten Ländern der Welt feiern Menschen Jahr für Jahr ihre Mütter. Hierbei gibt es jedoch - je nach nationalem Kontext - verschiedene Daten. 

Wie wir Deutschen auch, feiern über 70 weitere Länder - darunter die USA, Dänemark, Österreich und die Schweiz - den Muttertag alljährlich am zweiten Sonntag im Mai. Sogar Kolumbien, China, Chile, Pakistan oder Papua-Neuguinea haben ihr Fest zu Ehren der Mutter auf diesen Tag datiert. Dies ist kein Zufall, denn viele orientierten sich hierbei an dem ursprünglichen Datum (eben dem 2. Sonntag im Mai), das per Kongressbeschluss aus dem Jahr 1914 in den USA für den Muttertag festgelegt wurde.

Andere Länder - andere Sitten: So begeht man den Tag der Mütter in Israel stets am 30. des Monats Schevat im jüdischen Kalender. Das ist nach unserem Kalender dann meist Mitte bis Ende Februar. In den meisten arabischen Ländern feiert man den Muttertag zeitgleich mit dem arabischen Frühlingsanfang, dem 21. März.

In weiten Teilen Osteuropas - darunter in Russland, Serbien, Rumänien und Bulgarien - ehrt man die Mütter und Frauen am Datum des internationalen Frauentags. Im Süden in Portugal, Spanien und Ungarn wird der Muttertag bereits am Sonntag vor unserem, nämlich dem 1. Maisonntag begangen. 

Blickt man etwas weiter über den Tellerrand, so wird für die Albaner und Südkoreaner nicht speziell der Muttertag, sondern allgemein der Elterntag, am 8. Mai gefeiert. Und auch die Mongolen tanzen aus der Reihe: Sie feiern anstelle des Muttertags einen Mutter-Kind-Tag, der jährlich auf den ersten Juni datiert ist. 

Ob Norwegen, Mexiko oder Thailand - die Liste der abweichenden Termine für den Muttertag ist lang und könnte bis in die Unendlichkeit fortgeführt werden. Fest steht jedoch, dass man wohl zu Recht behaupten kann, dass in fast jedem Monat irgendwo auf der Welt die Mütter gefeiert werden.

Muttertag 2018 - Woher kommt eigentlich der Muttertag?

Der Beginn für die Geschichte des Muttertags reicht weit in die Vergangenheit zurück. So trat während des amerikanischen Bürgerkriegs (1861-1865) eine Frau namens Ann Jarvis als Pflegerin verletzter Soldaten und Unterstützerin von Witwen in die amerikanische Öffentlichkeit. In diesem Zeitraum gründete sie den Mother‘s Day Work Club, wodurch der Begriff erstmals institutionalisiert wurde.

Im Jahr 1872 griff die amerikanische Frauenrechtlerin Julia Ward Howe die Idee von Ann Jarvis auf und forderte die Einführung eines nationalen Feiertags mit dem Titel: „Mother‘s Day of Peace“. 

Im Nachgang des Ablebens von Ann Jarvis etablierte sich schließlich die Bezeichnung Memorial Mothers Day Meeting, da man damals - am zweiten Sonntag im Mai - erstmals ihrem Todestag gedachte. Die private Andacht weitete sich schließlich zu einer kleinen Feier zu Ehren aller Mütter aus und schlug aufgrund eines begünstigenden Presseechos auch über die Landesgrenzen hinweg, Wellen. Die unermüdlichen Bestrebungen der Tochter der Muttertags-Ikone, Ann Jarvis Junior, den Muttertag auch gesetzlich zu verankern, zeigten Erfolg. So erließ der US-Kongress am 8. Mai 1914 eine Resolution und legte den Muttertag als nationalen Feiertag fest. Der zweite Sonntag im Mai galt ab diesen Zeitpunkt als fixer Termin, um die Mütter in Amerika zu ehren. 

Anfänge des Muttertags in Deutschland - Ein Coup der Blumenindustrie

Der Muttertag setzte sich schließlich auch nach dem ersten Weltkrieg auf dem europäischen Festland durch. In Deutschland wurde dieser Tag zu Ehren der Mütter erstmals 1922 gefeiert. Die Blumenindustrie verhalf dem Muttertag letztlich zu seinem Durchbruch. Mit einer Plakatkampagne und dem Slogan „Ehret die Mutter“, stürzten sich die Profit witternden Blumenhändler auf die importierte US-Tradition.

Zu Zeiten der Nationalsozialisten bekam der Ehrentag der Mutter dann einen bitteren Beigeschmack: Sie erklärten den Muttertag aus Propagandazwecken zum öffentlichen Feiertag und führten auch Mütterweihen sowie das Mutterkreuz ein. Unter dem Deckmantel die Bedeutung der Mütter hervorzuheben, tarnte das Hitler-Regime sein eigentliches Anliegen: weiterhin den Fortbestand der „arischen Rasse“ zu gewährleisten. 

Ist der Muttertag 2018 in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag?

In Deutschland gilt der Muttertag bis heute nicht als gesetzlicher Feiertag, vielmehr stellt er eine Übereinkunft verschiedener Wirtschaftsverbände dar. Dass der Muttertag zu einem kommerziellen Ereignis verkümmert, wurde selbst Ann Jarvis Junior schließlich bewusst. Es kam somit dazu, dass sie selbst gegen ihr eigenes Fest prozessierte, jedoch ohne Erfolg.

Zumindest kann jeder für sich selbst entscheiden, mit wie viel Kommerz man den Muttertag begehen möchte. Doch eines sollte zwischen Plüschherzen und Rosensträußen niemals in Vergessenheit geraten: Der Ursprungsgedanke der Gründungsmütter, den Müttern dieser Welt für ihre Aufopferung und Hingabe zu danken.

ang

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