Shootings mit exotischen Tieren

Sogar im Hörsaal: Münchner Uni-Studenten lassen die Hüllen fallen - Profs reagieren überraschend

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Auch im Hörsaal wurde fleißig geshootet.

37 Tiermedizin-Studenten der LMU haben sich für den guten Zweck ausgezogen. Ein Teil der Einnahmen kommt den Tieren Australiens zugute. 

  • Die Veterinärmedizin-Studenten der LMU lassen in ihrem Kalender alle Hüllen fallen.
  • Mit den Einnahmen finanzieren sie einen Teil des Abschlussballs und schicken Spenden nach Australien.
  • Der Kalender war im Handumdrehen ausverkauft.

München - Da haben sich die Münchner Tiermedizin-Studenten ja mal etwas einfallen lassen. Um das Budget für den Abschlussball aufzubessern, ließen die „Vetis“ kurz vor dem Staatsexamen in einem ästhetischen Kalender alle Hüllen fallen. Das Ergebnis war im Handumdrehen ausverkauft.

München: Tiermedizin-Studenten produzierten gewagten Kalender -  für guten Zweck

Ein voller Erfolg war der Veti-Kalender der LMU-Studenten. Doch die Idee kam nicht direkt vom Organisationsteam um Max Wieth, Jule Ruß, Georg Düringer und Vera Sommerer. In den USA gibt es diese Tradition schon länger und auch an anderen deutschen Universitäten posierten die Studenten für heiße Kalenderbilder. Nichtsdestotrotz schlug das Projekt der LMU-Tiermediziner ein wie eine Bombe.

Sogar Dozenten kauften Veti-Kalender mit heißen Fotos der LMU-Studenten

Wie die Professoren und Dozenten auf den Kalender reagiert haben? „Ein paar haben ihn sogar mit nach Hause genommen“, sagt Jule. Ein unangenehmes Gefühl hat deswegen aber niemand. „Wir haben sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Bilder Stil und Klasse haben“, versichert Max. Außerdem haben sich alle Models freiwillig für die Shootings gemeldet. Insgesamt standen 40 Studenten und Studentinnen vor der Kamera. Und die waren „gar nicht schwer zu finden“, sagt Max. Die Shootings hätten total Spaß gemacht. 

Waschbär, Schlange und Co.: So gefährlich war der Termin beim Fotografen für die Studenten

Das größere Problem waren die Fotoshooting-Partner. Die Tiere waren zwar relativ schnell gefunden. Kein Wunder bei so vielen Tiermedizin-Studenten auf einem Haufen. Doch Stillhalten und brav in die Kamera schauen, war nicht so einfach. Vom frechen Waschbär bis zur glit­schigen Schlange: Die Vetis scheuten keine Mühen, um den Kalender einzigartig zu machen und mussten dafür auch manchmal die Zähne zusammenbeißen. „Wir hatten einen bissigen Waschbären dabei“, sagt Max. „Der war mit Futter zwar sehr gut zu motivieren, als er satt war, war es aber ein bisschen schwieriger.“

tz.de* zeigt einige Eindrücke der pikanten Shootings.

München: Veti-Kalender schon ausverkauft! - Studenten sind super zufrieden mit dem Ergebnis

Sogar eine eigene Facebook-Seite gibt es. Darauf machten die Studenten Werbung für den Kalender, der innerhalb von sechs Wochen fertig gestaltet war. Trotz Prüfungen legten die vier Studenten einige Nachtschichten ein, doch die Mühen haben sich gelohnt. Die 500 Exemplare waren im Handumdrehen vergriffen, dabei konnten sich die Käufer zwischen der Männer- und Frauen-Version entscheiden. „Wir haben jetzt noch einmal einen Vorverkauf gestartet“, freut sich Jule. 

Video: Deutschlands modernste Tierkliniken

 Veti-Kalender für den guten Zweck: Ein Teil der Einnahmen geht nach Australien

Mit dem Geld wollen die Tiermedizin-Studenten nicht nur das Budget ihres Abschlussballs aufbessern, ein Teil der Einnahmen soll auch für ein Projekt in Australien gespendet werden. Welches, darüber müssen die angehenden Veterinärmediziner noch abstimmen. 

Einen Wunsch haben die Studenten aber noch: „Wir würden uns freuen, wenn die Tradition weitergeführt wird“, sagt Jule. In den nächsten Tagen findet ein Treffen mit den Nachfolgern statt. Wer weiß vielleicht hängt der Kalender bald in jeder Tierarztpraxis. 

Der Bahnwärter Thiel begrüßt freilich auch Studenten unter seinen Gästen. Für Besucher mit Pelzkrägen verweigert das Kulturzentrum in der Isarvorstadt jetzt aber den Zutritt.

Stadtrat in München müsste man sein. Zumindest eine Aufgabe, die in einem offiziellen Dokument erwähnt wird, lässt auf spaßige Sitzungen schließen.

Mit der Entwicklung einer besonderen App haben drei Studenten aus München mittlerweile Millionen Menschen erreicht. Auch ein weltbekannter Fußball-Star ist dabei.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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