Missbrauchsvorwürfe bei Wiener Sängerknaben

Wien - Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen die Wiener Sängerknaben hat die Leitung der Chores am Freitag mögliche Missbrauchsopfer aufgefordert, sich zu melden.

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“Wir hoffen, dass sich allfällig betroffene Personen entweder direkt oder über eine Person ihres Vertrauens mit uns in Verbindung setzen“, hieß es in einer Mitteilung. Das Management gab zu, dass es in der Vergangenheit Fälle von Missbrauch gegeben haben könne und versprach, Akten - “soweit diese überhaupt noch vorhanden sind“ - aus dem Archiv zu prüfen. Zwei ehemalige Sängerknaben hatten zuvor der Zeitung “Der Standard“ erklärt, in den 60er beziehungsweise 80er Jahren sexuellen Übergriffen und Gewalt ausgesetzt gewesen zu sein. “Wir können diese Vorfälle nicht ungeschehen machen“, hieß es in der Mitteilung weiter. Jedoch seien Konsequenzen gezogen worden. Heute müssten die mit der Betreuung der Kinder befassten Erzieher eine pädagogische Ausbildung vorweisen, während Schüler präventiv bereits ab dem Vorschulalter über den sensiblen Themenbereich Sexualität informiert würden, betonte die Leitung der Wiener Sängerknaben.

Chronologie der Missbrauchsfälle

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dpa 

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