Mann erschießt Ehefrau und sich selbst

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Ermittler am Tatort in Bonn.

Bonn - Tödliches Familiendrama in Bonn: Ein 32-Jähriger hat am Dienstag seine gleichaltrige Ehefrau erschossen und sich dann mit der Waffe selbst getötet. Sie hinterlassen zwei Kinder.

Eine 54-jährige Tante der Ehefrau sei leicht verletzt worden, berichtete ein Polizeisprecher. Es handele sich wohl um eine Beziehungstat. Die Bluttat war der Endpunkt einer seit Monaten schwelenden und sich zuspitzenden Auseinandersetzung. Der Mann und seine Frau starben noch am Tatort an ihren schweren Schussverletzungen.

Der 32-Jährige hatte seiner Frau auf der Straße aufgelauert und dort auf sie gefeuert. Anschließend richtete er die Schusswaffe gegen sich selbst. Bei der Polizei war das Paar bekannt. Im August und September hatte die Frau die Polizei alarmiert, weil ihr Mann sie geschlagen hatte. Sie habe sich von ihm trennen wollen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Nach einem ersten Übergriff sei die Frau mit ihren Kindern ins Frauenhaus gegangen, später aber wieder in die gemeinsame Wohnung zurückgekehrt. Nachdem der Mann ihr erneut aufgelauert hatte, habe die Polizei ihn der Wohnung verwiesen. Die Frau zog trotzdem zu ihrem Onkel. Wochenlang muss der Mann danach Ruhe gegeben haben - bis zu diesem Dienstag.

Bei einer ersten Begegnung in einem Café soll der Ehemann die 32-Jährige belästigt und beleidigt haben. Beim Eintreffen der Polizei war er verschwunden, tauchte kurz danach aber am Arbeitsplatz der Frau wieder auf. Nach einer handfesten Auseinandersetzung mit dem Onkel des späteren Opfers kam die Polizei wieder, aber alle Beteiligten hatten den Ort des Geschehens bereits verlassen.

Die Frau sei mit dem Onkel zu dessen Wohnung gefahren. Dort habe der Ehemann auf sie gewartet. Als Onkel und Nichte eintrafen, habe der Mann die tödlichen Schüsse abgegeben. Der Tatort wurde zur Spurensicherung von der Polizei abgeriegelt. Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen auf. Eine Obduktion der Leiche ist angeordnet. Das Paar hinterlässt zwei Kinder. Sie wurden nach Angaben der Polizei seelsorgerisch betreut.

dpa

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