NRW legt Hilfsfonds für Loveparade-Opfer auf

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Eine junge Frau mit einer Blume am Stiefel schaut sich am Sonntag in Duisburg bei einer Kranzniederlegung die Trauerkerzen an. Das Land Nordrhein-Westfalen wird nun einen Hilfsfonds für die Opfer der Loveparade auflegen.

Düsseldorf - Das Land Nordrhein-Westfalen wird einen Hilfsfonds für die Opfer der Duisburger Loveparade auflegen. Das bestätigte Regierungssprecher Thomas Breustedt am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa in Düsseldorf.

“Wir arbeiten mit Hochdruck an einem solchen Fonds“, sagte Breustedt. Ziel sei eine direkte Hilfe für Angehörige der 21 Todesopfer und für Schwerverletzte. Wahrscheinlich sei eine Kombination aus staatlichen Geldern und Spenden, die eingeworben werden sollten. Die Einzelheiten würden derzeit geklärt.

In ihrer Ansprache beim Gedenkgottesdienst in Duisburg hatte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) am vergangenen Samstag versprochen: “Als Land werden wir allen Betroffenen, die Unterstützung benötigen, schnell und unbürokratisch helfen.“

Gedenken an die Opfer der Loveparade

Gedenken an die Opfer der Loveparade

Ob das Land die Anregung von Bundespräsident Christian Wulff aufgreift, einen Ombudsmann einzusetzen, sei noch offen. Wulff hatte vorgeschlagen, dass ein Ombudsmann die Interessen der Hinterbliebenen gegenüber Versicherungen, Amts-Dienststellen und Anwälten vertreten solle. Dies habe sich 2006 beim Transrapid-Unglück in Niedersachsen als hilfreich erwiesen. Beim Transrapid-Unglück im September 2006 im emsländischen Lathen waren 23 Menschen ums Leben gekommen.

dpa

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