Lebenslange Haft für tödliche Axtschläge auf Vater

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Ein Arbeitsloser ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er seinen Vater mit der Axt erschlug.

Amberg - Wegen tödlicher Axtschläge auf den Kopf seines Vaters muss ein 23-jähriger Mann lebenslang ins Gefängnis. Das Landgericht Amberg verurteilte den Arbeitslosen wegen Mordes und Raubes mit Todesfolge.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der 23-Jährige im Dezember vorigen Jahres mit der Rückseite einer Axt mindestens 18 Mal auf den Kopf seines Vaters geschlagen hat, um ihn umzubringen und dadurch an dessen Geld, EC-Karte und Auto zu kommen. Der 59-jährige Betonbauer und Nebenerwerbslandwirt lag zur Tatzeit arglos im Bett und las.

Bei der Attacke erlitt er mehrere Schädelbasisbrüche und andere schwere Verletzungen, an denen er sofort starb. Die Leiche des Mannes war erst zwei Wochen später in einem Silo auf dem Grundstück der Familie entdeckt worden, nachdem die Ehefrau Vermisstenanzeige erstattet hatte. Mit dem Urteil folgte die Kammer dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte indes eine Verurteilung wegen Totschlags gefordert und eine Haftstrafe von höchstens zehn Jahren beantragt.

AP

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