Kriechtiere & Co.: Davor ekeln sich die Deutschen

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Spinnen stehen vor allem bei Frauen auf der Ekelliste ganz weit oben.

München - Die Deutschen ekeln sich vor Ungeziefer wie vermutlich alle anderen Menschen auch, doch bei welchen Tieren der Ekel-Faktor besonders hoch ist, hat nun eine Umfrage herausgefunden.

Die meisten ekeln sich vor dem auch als Schabe bezeichneten Insekt (51 %). Auf Platz zwei folgen mit 49 Prozent Ratten, Platz drei belegen mit nur knappem Abstand Spinnen (48 %). Dahinter folgen Würmer bzw. Maden (44 %) sowie Schlangen (35 %). Mit Silberfischen und Quallen assoziiert nur jeder zwölfte Befragte Ekel. Die Wenigsten ekeln sich vor Tauben - die so genannten “Ratten der Lüfte” bilden das Schlusslicht des Rankings (5 %).

Die schrägsten Tiere der Welt

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Die Befragung hat auch gezeigt, dass Ekel sich teils deutlich nach Alter und Geschlecht unterscheidet: Mit Spinnen haben besonders Frauen (53 versus 44 % Männer) und die jüngeren Befragten ein Problem. Während die überwiegende Mehrheit der 18- bis 29-Jährigen (60 %) einen Ekel vor Spinnen empfindet, sind es bei den über 60-Jährigen nur 38 Prozent. Auch bei Schlangen scheiden sich die Geister: Vor den Reptilien empfinden eher Frauen Ekel (38 versus 31 % Männer). Besonders die 45- bis 59-Jährigen haben ein Problem mit den Kriechtieren (40 %), bei den 18- bis 29-jährigen Befragten ist nur jeder Vierte (25 %) vom Schlangen-Ekel betroffen.

Im Norden ist der Ekel vor Ratten am größten

Im regionalen Vergleich sind die Ostdeutschen gegenüber Ratten wesentlich unempfindlicher. Unter den Befragten in den neuen Bundesländern ekeln sich nur 43 Prozent vor den Nagern, während z. B. im Norden mit 52 Prozent die Ratten-Abscheu im Bundesländervergleich am größten ist. Dagegen haben die Norddeutschen weniger Probleme mit Schlangen als alle anderen Regionen (29 versus 39 Mitte, 37 Osten oder 34 % Süden und NRW).

Doch was tun, wenn Kakerlake oder anderes Ungeziefer in der Wohnung Einzug gehalten haben? Da hilft nur der Kammerjäger. In der Umfrage von P.M. MAGAZIN wurde auch ermittelt, ob es den Befragten unangenehm wäre, vor Bekannten zuzugeben, wenn sie einen Schädlingsbekämpfer beauftragen müssten. Der Mehrheit der Befragten (56 %) wäre das eher weniger oder nicht unangenehm. Rund einem Drittel (32 %) wäre es sogar überhaupt nicht unangenehm. Nur jedem Sechsten (17 %) wäre ein solches “Geständnis” sehr unangenehm.

Frauen sind in dieser Hinsicht etwas verschlossener als Männer. Während das Kammerjäger-Bekenntnis jeder fünften Frau (20 %) sehr unangenehm wäre, trifft dies nur auf rund jeden achten Mann (13 %) zu.

Zur Umfrage: Repräsentative Online-Befragung von 1.000 in Deutschland lebenden Erwachsenen ab 18 Jahre. Befragungszeitraum: 21. bis 23. Juli 2010 Institut: OmniQuenst, Gesellschaft für Befragungsprojekte mbH.

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