Kölner Stadtarchiv: Die Versicherung zahlt

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61,5 Milliarden Euro überweist die Provinzial-Versicherung dem Stadtkämmerer. 

Köln - Geldsegen kurz vor Weihnachten: Zehn Monate nach dem Einsturz des Historischen Kölner Stadtarchivs bekommt die Stadt erstes Geld von der Versicherung für den entstandenen Schaden.

Die Provinzial-Versicherung werde dem Stadtkämmerer im Zuge der Schadensregulierung noch in diesem Jahr insgesamt 61,5 Milliarden Euro überweisen, teilte die Kommune am Freitag mit.

Das Stadtarchiv war zum Schadenzeitpunkt mit seinen Materialien bei der Provinzial Rheinland mit einer Versicherungssumme von maximal 60 Millionen Euro versichert. Dass der jetzt gezahlte Betrag diese Summe übersteige, sei auf den vertraglich geregelten Zinsanspruch zurückzuführen, betonte die Stadtverwaltung. Für die Beseitigung der entstandenen Schäden wird die Summe allerdings bei weitem nicht ausreichen.

Gesamtschaden liegt bei rund einer halbe Milliarde Euro

Die Stadt Köln schätzt den Gesamtschaden auf rund eine halbe Milliarde Euro. Und in dieser Summe seien die den Kölner Verkehrsbetrieben entstandenen Schäden noch nicht enthalten, betonte die Verwaltung. Bei dem Einsturz des Historischen Kölner Stadtarchivs am 3. März waren zwei Menschen getötet und zahllose wertvolle Unterlagen, Briefe oder Fotos verschüttet worden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Schadenursache sind noch nicht abgeschlossen.

Es werde aber weiterhin davon ausgegangen, dass der Einsturz in direktem Zusammenhang mit den Baumaßnahmen an der Nord-Süd-Trasse für die neue U-Bahn stehe, betonte die Stadtverwaltung. Die Stadt Köln und die Provinzial Versicherungen kündigten an, Schadensersatzansprüche gegen Dritte in Zukunft gemeinsam verfolgen zu wollen. Ob und in welchem Umfang ein Regress möglich sei, hänge aber von den Ergebnissen des laufenden Beweissicherungsverfahrens und der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ab.

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