Jemen: Befreite Mädchen sprechen Arabisch

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Die beiden vor knapp einem Jahr im Jemen entführten Mädchen aus Meschwitz bei Bautzen sprechen sich mit arabischen Namen an.

Bautzen - Die vor knapp einem Jahr im Jemen entführten Mädchen aus Meschwitz bei Bautzen sprechen sich mit arabischen Namen an. “Sie nennen sich Fatima und Sarah“, sagte der Schwager des Vaters.

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Reinhard Pötschke bestätigte am Freitag damit einen vorab veröffentlichten Bericht des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel“. Innerhalb der Familie reagierten die Vier- und Sechsjährigen aber auch auf ihre eigentlichen Namen Lydia und Anna. Zwei Tage nach ihrer Ankunft in Deutschland klappe die Verständigung immer besser. Zunächst hatten die Mädchen vor allem Arabisch gesprochen. “Wir gehen deshalb davon aus, dass sie schon lange von ihren Eltern getrennt waren“, sagte Pötschke. Sie seien offenbar während ihrer Geiselhaft bei einem jemenitischen Stamm aufgenommen und gut behandelt worden. Über das Schicksal der 37-jährigen Eltern und des knapp zweijährigen Bruders Simon gibt es weiterhin keine Gewissheit. Ob die Mädchen mehr über deren Verbleib wissen, ist unklar. “Wir werden sie nicht bedrängen“, so Pötschke. Die beiden Mädchen kamen am Mittwochnachmittag mit einer Bundeswehr-Maschine in Dresden an und wurden der Obhut ihrer Verwandten übergeben.

dpa

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