Honecker-Witwe schwärmt von der DDR

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Margot Honecker sehnt sich nach der „schönen Zeit“ in der DDR zurück.

Berlin - Die Witwe von Erich Honecker preist auch noch 20 Jahre nach dem Mauerfall die DDR.

In einem Internet-Video sagt die 82-jährige Margot Honecker, 50 Prozent der Ostdeutschen lebten heute im Kapitalismus schlechter und erinnerten sich an die “schöne Zeit (...) in unserer DDR“. In dem Video ist sie vor einer DDR-Fahne zu sehen. 40 Jahre DDR hätten Spuren hinterlassen, auch in Deutschland, sagte Honecker. “Alles, was wir geschafft haben in 40 Jahren, das ist nicht mehr wegzukriegen.“ Noch im August 1989 hatte ihr Mann Erich als Staats- und Parteichef erklärt: “Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“ Offensichtlich hielt die Pensionärin, die seit 1992 im Exil in Chile lebt, ihre Rede bei einer Feier zum 60. Jahrestag der DDR-Gründung am 7. Oktober 1949. 

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke (CDU), kritisierte den Auftritt.

Margot Honecker war von 1963 bis zum Herbst 1989 Bildungsministerin. Sie galt als dogmatisch und heimliche Machthaberin im Arbeiter- und Bauern-Staat. Erich Honecker starb 1994.

dpa

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