Hilfsdienst für Afrika statt Schule

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Das Geld kommt Kindern in Afrika zu Gute.

Mainz - Statt die Schulbank zu drücken, haben am Dienstag bundesweit etwa 200 000 Kinder und Jugendliche einen Tag lang für Hilfsprojekte in Afrika gearbeitet.

Der Lohn dafür werde gespendet, berichteten die Organisatoren von "Aktion Tagwerk" in Mainz. Sie rechnen mit einer Summe von rund 1,2 Millionen Euro, die bei der Kampagne "Dein Tag für Afrika" zusammenkommen könnte. Das Geld gehe an Bildungsprojekte von Human Help Network in Angola , Burundi, Ruanda, Südafrika und im Sudan.

"Aktion Tagwerk stärkt bei jungen Menschen das Bewusstsein für die Chancen und Probleme Afrikas und zeigt, wie jeder Einzelne etwas dazu beitragen kann", sagte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul ( SPD ) laut Mitteilung beim Besuch einer Schule in Wiesbaden . Dort putzten Schüler unter anderem die Autos von Lehrern und Eltern - gegen eine Spende. In Mainz mähten Schüler den Rasen im Bruchwegstadion , der Heimstätte des Fußball-Erstligisten 1. FSV Mainz 05. Auch am Bonner Amtssitz von Bundespräsident Horst Köhler jobbten zwei Schüler. Sie halfen den Gärtnern der Villa Hammerschmidt bei der Parkpflege. Etwa 765 Schulen beteiligten sich an der Kampagne.

"Dein Tag für Afrika" wurde 2003 ins Leben gerufen, in diesem Jahr fand der dritte bundesweite Aktionstag statt. Bislang haben sich den Organisatoren zufolge rund 1,1 Millionen Schüler beteiligt.

dpa

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