Tweet bewegt die Menschen

Rührende Geste: Postbote verabschiedet sich mit Brief in den Ruhestand

Ein Hamburger Postbote verabschiedete sich nun mit einem rührenden Brief von seinen Kunden in den Ruhestand. Der Tweet zum Brief bewegt viele Menschen. 

Hamburg - Als Teil einer ständig wachsenden Konsumgesellschaft, vergessen wir oftmals jene Menschen, die dafür sorgen, dass Dienstleistungsprozesse überhaupt reibungslos ablaufen können. Gerade in Zeiten des Internets ist alles per Mausklick bestellt. Um alles weitere braucht man sich nicht zu kümmern, denn dass die Ware unversehrt an der eigenen Haustüre ankommt, gilt als Selbstverständlichkeit.

Postbote verabschiedet sich mit rührender Geste 

Im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst wurde hunderten Anwohnern gerade diese Tatsache, dass es Menschen sind, die uns da Tag für Tag unsere Pakete zustellen, erst kürzlich auf eine ganz besonders schöne Art und Weise wieder ins Gedächtnis gerufen. Ein 65-jähriger Mann, der für diesen Bezirk viele Jahre als DHL-Postbote zuständig gewesen ist, verabschiedete sich nun mit einer rührenden Geste von seinen Kunden in den Ruhestand. 

Über die Jahre hinweg pflegte der Mann ein besonders inniges Verhältnis zu seinen Kunden, weshalb er sich auch „persönlich“ von ihnen verabschieden wollte.

Kontakt zu seinen Kunden wird ihm fehlen

Mit den Worten „Time To Say Goodbye“ (“Zeit auf Wiedersehen zu sagen“), beginnt der Postbote seinen Abschiedsbrief. Daneben ein Foto des 65-Jährigen. Gleich im zweiten Abschnitt wird er sehr persönlich: „Einerseits freue ich mich auf die Zeit danach, weil der tägliche Stress dann vorbei ist und ich endlich Zeit habe für meine Frau und die vielen Dinge, die ich schon lange vorhabe“. Andererseits wird dem DHL-Zusteller auch der Kontakt zu seinen Kunden fehlen, schrieb er im Brief. 

Bei seinen Kunden bedanke er sich für die Freundlichkeit und Anerkennung seiner Arbeit, die sie ihm auf vielerlei Weise gezeigt haben: „Ich werde Sie vermissen“, resümiert der Postbote den jahrelangen Kontakt zu den Hamburger Anwohnern. Er stellt den Empfängern seiner Briefe sogar eine Zusammenkunft beim Uhlenfest im August dieses Jahres in Aussicht und verabschiedet sich mit den Wünschen: „Also machen Sie‘s gut und bleiben Sie gesund“. 

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Kundin verfasst einen Tweet zum Brief

Die Autorin Jenny Kallenbrunnen, die wohl selbst einer seiner Kunden war, fand den Brief in ihrem Postkasten und veröffentlichte ihn bei Twitter. Sichtlich gerührt schrieb sie unter das Posting, dass sie ihn jetzt noch ein bisschen mehr möge als sowieso schon. 

Sie nutzt die Gunst der Stunde um gleich noch ein Appell an ihre Follower zu adressieren:

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Rubriklistenbild: © Symbolbild /dpa  / Daniel Karmann

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