„Rassistischer Ortsname“

Grüne Jugend will das Dorf Negernbötel umbenennen

Die Grüne Jugend in Segeberg fordert eine Umbennung des Ortnamens Negernbötel.
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Müssen sich die knapp 1000 Dorf-Einwohner bald an einen neuen Ortsnamen gewöhnen?

Rund um den Ortsnamen Negernbötel im schleswig-holsteinischen Landkreis Segeberg entfacht aktuelle eine Debatte. Die Grüne Jugend fordert dessen Umbennung.

Bad Segeberg – Nur selten geraten die beschaulichen Dörfer des Landkreises Segeberg in die Schlagzeilen. Doch um eine kleine Gemeinde entfacht nun ein brisanter Medienrummel. Keine kriminellen Machenschaften werfen das Scheinwerferlicht auf das Dorf, das nicht einmal 1000 Einwohner beheimatet. Es ist der 700 Jahre alte Ortsname, der nun die Politik auf den Plan ruft: Die Grünen wollen Dorf Negernbötel umbenennen*. „Der Ortsname N***rnbötel enthält das sehr verletzende und rassistische N-Wort“, sagte die Partei.

Viele Politiker zeigen sich voller Empörung über das aktuelle Vorhaben der Grünen Jugend aus dem schleswig-holsteinischen Landkreis Segeberg. CDU-Bundestagsabgeordnete Melanie Bernstein warf den Jung-Politikern vor, „wenig Verständnis für Ihre Heimat zu haben“.

Wolfgang Kubicki wurde sogar noch deutlicher und holte zum Rundumschlag gegen die Grünen aus, die kürzlich eine Gender-Polizei forderten*. „Die Grünen beginnen den Bundestagswahlkampf mit kulturimperalistischen Forderungen. Wer Menschen, die an einem bestimmten Ort wohnen, zumindest unterschwellig in die rassistische Ecke stellt, der hat alle Maßstäbe verloren“, so der Bundestagsvizepräsident. Doch können die Grünen aus Segeberg trotz aller Kritik ein Umdenken in der Politik bewirken? *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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