Großbrand in Lagerhalle mit giftigen Flüssigkeiten

Detmold - In der Nacht ist es zu einem Großbrand in einer Lagerhalle gekommen. Dabei trat giftiger Rauch aus. 400 Feuerwehrleute waren im Einsatz - doch die Flammen konnten nicht gelöscht werden.

Fast sechs Stunden kämpften Feuerwehrleute in Westfalen gegen die Flammen in einem Lager mit giften Flüssigkeiten. Am frühen Montagmorgen hatten die Helfer das Feuer in der 2000 Quadratmeter große Lagerhalle in Schieder- Schwalenberg bei Detmold dann unter Kontrolle, teilte die Polizei in Lippe am Montag mit. Dabei hielten Brandnester und Glut die Feuerwehr jedoch weiterhin in Atem. Daher sollte die Brandstelle mit einem Schaumteppich überzogen werden. Dazu forderte die Feuerwehr Unterstützung aus ganz Ostwestfalen an.

In der Lagerhalle eines Entsorgungsbetriebs waren rund 100 000 Liter einer Flüssigkeit gelagert, die beim Verbrennen giftigen Rauch entwickelt. Anwohner wurden per Lautsprecheransagen aufgefordert, Türen und Fenster verschlossen zu halten. Nach Polizeiangaben besteht jedoch keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung. In den brennenden Tanks befanden sich laut Polizei Schläuche, die mit Epoxidharz und Styrol getränkt waren. Insgesamt sollen in dem Gebäude fünf Tanks zu je 20 000 Litern gelagert worden sein.

Brandursache ist ungeklärt

Da sich das Gelände etwas abseits an einer Waldgrenze befindet, kamen keine Personen zu Schaden. Die Brandursache war am frühen Montagmorgen noch unklar. Der Sachschaden beträgt ersten Schätzungen zufolge mehrere Millionen Euro. Insgesamt waren seit kurz vor Mitternacht rund 400 Feuerwehrleute im Einsatz, um die Halle kontrolliert abbrennen zu lassen. Wie die Polizei mitteilte, wird der Einsatz der Feuerwehr voraussichtlich noch den ganzen Montag dauern.

dpa

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