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Gewitternacht: Was das Unwetter im Norden angerichtet hat

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Von: Sebastian Richter

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Zahlreiche Blitze sind in der Nacht in Norddeutschland eingeschlagen. (Archivbild)
Zahlreiche Blitze sind in der Nacht in Norddeutschland eingeschlagen. (Archivbild) © Hendrik Fuchs/imago

Stressige Nacht für die Feuerwehren in Norddeutschland: Das Gewitter bringt zahlreiche Blitzeinschläge mit sich, die immer wieder Brände verursachen.

Hamburg – Die Hitze am Donnerstag, 30. Juni 2022, hat sich am Abend und in der Nacht in schwere Gewittern aufglöst. Die Feuerwehr war in Hamburg und Niedersachsen im Dauereinsatz. Eine Bilanz der Gewitternacht.

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Die mit Abstand meisten Opfer gab es in der Nacht in Drebber (Landkreis Diepholz). Dort hatte eine Scheune nach einem Blitzeinschlag Feuer gefangen – etwa 260 Schweine befanden sich zu diesem Zeitpunkt in der Mastanlage. Ein großer Teil der Tiere starb durch das Feuer. Laut der Polizei werden auch die überlebenden Schweine ihren Verletzungen erliegen. Der Sachschaden beträgt etwa 600.000 Euro, Menschen wurden demnach nicht verletzt.

Gewitter in Deutschland: Feuerwehr im Dauereinsatz

Im Landkreis Oldenburg schlug der Blitz gleich zweimal in Scheunen ein. Einmal in Wildeshausen – dort konnte die Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Wohngebäude verhindern. Die landwirtschaftlich genutzte Scheune brannte allerdings bis auf die Grundmauern nieder.

Der zweite Scheunenbrand entflammte in der Gemeinde Hatten, im Ortsteil Dingstede. 100 Feuerwehrleute bekämpften die Flammen, auch dort war das Gebäude nicht mehr zu retten.

Ein weiterer Blitz schlug in einem Wohnhaus in Fintel ein und weckte eine 73 Jahre alte Bewohnerin. Der Dachstuhl ihres Hauses stand in Flammen, dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Das Haus ist jetzt unbewohnbar, der Schaden beläuft sich auf 150.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Brände und Unfälle in der Nacht bei Hamburg

In Hamburg brannte das Reetdach eines Wohnhauses im Stadtteil Allermöhe. Wieder ein Einsatz für die Feuerwehr, wieder die Vermutung, dass ein Blitzeinschlag die Ursache des Brandes war. Diesmal soll der Blitz aber nicht direkt in das Wohnhaus selbst, sondern zunächst in einen Baum eingeschlagen haben, der daraufhin in Flammen aufging. Trotz Löschversuchen der Feuerwehr Hamburg griffen die Flammen auf das historische Reetdach über – und zerstörten es wohl komplett. Die in dem Haus wohnende Familie konnte sich glücklicherweise zusammen mit dem Familienhund in Sicherheit bringen.

Nicht direkt mit dem Gewitter zu tun hatte ein Unfall auf der A1 bei Hamburg – dennoch waren zahlreiche Rettungskräfte bei strömendem Regen im Einsatz. An dieser Stelle kam es in den letzten Tagen immer wieder zu schweren Unfällen. Diesmal krachte ein Lastwagen in ein Stauende, die Fahrerkabine des Lkw wurde bei dem Aufprall eingedrückt und komplett demoliert. Die Einsatzkräfte bereiteten sich auf das Schlimmste vor, umso größer die Überraschung beim Eintreffen an der Unfallstelle: Der Fahrer war wohlauf und musste nur zur Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht werden.

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