Frankfurter Flughafen

Obergrenze für Lärm

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Viele Anwohner im Umfeld des Frankfurter Flughafens stören sich an dem Fluglärm und forderten einen besseren Schutz.

Rund um den Flughafen Frankfurt am Main wird es künftig eine Lärmobergrenze zum Schutz der Anwohner geben. Leiser wird es trotzdem nicht.

Frankfurt - Für den Frankfurter Flughafen soll es künftig eine Lärmobergrenze geben. Darauf einigten sich Flughafenbetreiber, Fluglinien, Verbände und die Politik, wie das hessische Verkehrsministerium am Dienstag mitteilte. Zwar dürfe der Flugbetrieb weiter wachsen, doch das Umland soll nicht stärker unter dem Fluglärm leiden, erklärte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne): "Wer künftig mehr fliegen will, muss also leiser fliegen".

Die Obergrenze war der letzte offene Punkt aus einem Mediationsverfahren, das bereits vor 17 Jahren abgeschlossen worden war. Der Kompromiss werde nicht dazu führen, dass "es ab morgen rund um den Flughafen leiser wird", erklärte Al-Wazir. Aber wenn es wie geplant mehr Flüge gebe, solle die von einer Zunahme des Lärms betroffene Fläche deutlich stärker eingegrenzt werden als durch die bisher geltenden Regeln.

Für den Vorsitzenden der Fluglärmkommission Thomas Jühe ist die freiwillige Vereinbarung "nicht unsere erste Wahl". Verbindliche Regelungen könne aber nur die Bundespolitik erlassen, die an dem Thema "nicht besonders interessiert" sei.

Lesen Sie dazu auch: Frankfurter Flughafenbetreiber auf Wachstumskurs

AFP

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