Eiskalter Mord an Nachbarin: 15-Jähriger verurteilt

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Einer der Angeklagten auf dem Weg ins Gericht.

Ravensburg - Die Tat war eiskalt geplant. Wegen Mordes an ihrer 26 Jahre alten Nachbarin in Bad Buchau sind zwei Jugendliche nun zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

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Gegen den 15-jährigen Angeklagten verhängte das Landgericht Ravensburg die Höchststrafe von zehn Jahren und gegen den 17-Jährigen sieben Jahre. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die beiden Angeklagten sollen laut Staatsanwaltschaft rund eine Woche vor der Tat im April letzten Jahres den Plan gefasst haben, in die Wohnung der jungen Mutter einzubrechen, um Unterhaltungselektronikgeräte zu stehlen. Sie vereinbarten, Wohnungsbewohner notfalls auch zu töten, wenn sie die Tat stören würden.

In diesem Loch wollten die Jugendlichen das Opfer verscharren.

Der 15-Jährige hatte im Garten seines Elternhauses eine Grube ausgehoben, um ein mögliches Opfer verschwinden zu lassen. Der 15-Jährige hatte den Einbruch alleine verübt. Dabei überraschte ihn seine Nachbarin und erkannte ihn trotz Maskierung. Er schlug sie mit einem Brecheisen nieder, fesselte und knebelte sie. Danach lief er zu seinem in der Nachbarschaft wohnenden Freund und berichtete ihm, was passiert war. Zusammen gingen sie zu der noch lebenden Frau und trugen sie in den Keller.

Dort fand der Ehemann die Tote. Die Obduktion ergab, dass sie an einem Schädel-Hirn-Trauma aufgrund massiver Schläge gegen den Kopf gestorben war. Nach früheren Polizeiangaben hatte es der jüngere der mutmaßlichen Mörder auch auf Bargeld abgesehen. Damit wollte er einen Motorroller und Ersatzteile bezahlen. Er zog aber schließlich ohne Beute ab.

dapd

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