“Geschenk der Wende“

Einheitsfeier offiziell mit Gottesdienst begonnen

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In Bremen begann die Einheitsfeier am Sonntag offiziell mit einem Gottesdienst.

Bremen - Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Bremer St. Petri Dom haben am Sonntag die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit begonnen.

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Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode äußerte sich in seiner “Erntedank“-Predigt vor 1.100 geladenen Gästen durchaus kritisch zu Begleiterscheinungen der Einheit. Es sei “nicht nur positives Wachstum hervorgebracht“ worden, sagte Bode laut vorab verbreitetem Redemanuskript.

“Die Saat ist - wie im Evangelium - teils auf den Weg gefallen und sozuzagen auf der Strecke gebleiben“, sagte der Bischof. Manches sei auch “unter Dornen geraten, wurde überwuchert von Profitgier, von der Herrschaft des Marktes, von alten und neuen Verstrickungen der Macht, vom Gestrüpp undurchsichtiger Machenschaften“. Vieles sei aber auch auf “guten und fruchtbaren Boden“ gefallen. Auch wenn die Einheit “vom gesamten inneren und äußeren Aufwand her eine Menge gekostet“ habe, sollte die Dankbarkeit für das Geschenk der Wende überwiegen.

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Selbst eine erstaunlich friedliche Umwandlung der Gesellschaft verlaufe nicht ohne schmerzliche Erfahrungen. Es sollte deshalb alles dafür getan werden, aus den “echten, tiefen Wendekräften“ weiterhin Schwungkraft zu beziehen. Zu den Besuchern des ökumenischen Gottesdienstes zählten Bundespräsident Christian Wulff, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesminister, Ministerpräsidenten, Botschafter und Bürgerdelegationen.

Nach dem Gottesdienst sollte der offizielle Festakt mit 1.400 geladenen Gästen in der Stadthalle gefeiert werden.

dapd

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