Deutschland hat den Winter satt

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Dauerfrost und Eisglätte: Viele Deutschen sind vom Winter genervt.

Düsseldorf - Eine Umfrage zeigt: Der Dauerwinter mit Eis und Schnee nervt inzwischen jeden zweiten Deutschen. Besonders im Norden klagen die Menschen über Depressionen und Stürze.

Das zeigt eine am Freitag veröffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK). Insgesamt gaben 46 Prozent der Bundesbürger an, dass sie den Winter inzwischen richtig satt haben. Besonders verbreitet ist der Frust über Schnee und Kälte in Norddeutschland. Dort geht das Winterwetter 53 Prozent der Befragten auf die Nerven. Fast jeder Fünfte erklärte sogar, dass ihn der anhaltende Winter “richtig depressiv macht“.

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In Süddeutschland konnte dagegen die Mehrzahl der Menschen den Winter genießen. In Baden-Württemberg waren zum Beispiel nur 37 Prozent genervt, neun Prozent weniger als bundesweit. “Im Norden gibt es solche Extremsituationen nur relativ selten, so dass hier der Winter als stärkere Belastung empfunden wird“, erklärte der DAK-Psychologe Frank Meiners die regionalen Unterschiede.

Insgesamt klagten die jüngeren Menschen deutlich stärker über das Wetter als die ältere Generation. Frauen zeigten sich bei der Umfrage stärker genervt als Männer. Über 40 Prozent der Deutschen litten der Umfrage zufolge in den vergangenen Monaten unter winterbedingten Gesundheitsbeschwerden. Dabei reichte die Spannweite von starken Erkältungen über Rückenschmerzen bis zu Knochenbrüchen. Im Norden klagte jeder Zehnte über einen Sturz mit Prellungen oder Knochenbrüchen. Die wenigsten Verletzungen gab es mit drei beziehungsweise zwei Prozent in Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Für die Umfrage wurden insgesamt 1.002 Personen befragt.

dapd

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