Deutschland vom Schnee zugeweht

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Ein Schneeräumfahrzeug ist am Donnerstag auf der Harzhochstraße bei Braunlage im Oberharz unterwegs.

Berlin - Nach chaotischen Stunden auf Straßen und Schienen hat sich das Winterwetter zunehmend beruhigt. Dafür wird es am Freitag und am Wochenende frostig.

Der Tag war chaotisch. Die Nacht dafür umso ruhiger. Nachdem heftige Schneestürme in einigen Teilen Deutschlands wie Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern und an der Ostseeküste in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern über das Land gefegt waren, wurde der Schneefall in der Nacht zum Freitag spürbar schwächer. Vereinzelt meldeten die Polizeileitstellen noch witterungsbedingte Unfälle auf schneebedeckten Straßen. Und auch die Deutsche Bahn hatte keine Alarmhinweise mehr rausgegeben, so wie in der Nacht zuvor.

Klirrende Kälte und jede Menge Schnee

Klirrende Kälte und jede Menge Schnee in Deutschland

“Das Chaos ist weg“, sagte ein Sprecher der Polizeileitstelle im Innenministerium von Sachsen-Anhalt. Nur wenige Menschen seien auf den Straßen unterwegs. Und auch in Thüringen war die Nacht äußerst ruhig. “Die Straßen sind geräumt, der Verkehr rollt wieder.“ Die Winterdienste hatten die großen Hauptstraßen, sprich Autobahnen und Bundesstraßen, freigeschaufelt. Dass Nebenstraßen weiterhin rutschig sein könnten - davon blieb auch in der Nacht kein Fahrer verschont.

Tipps für kalte Tage

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In Mecklenburg-Vorpommern, wo besonders in Rügen tagsüber viel Schnee gefallen war, war auch weitgehend Ruhe eingekehrt, so ein Sprecher. Immer noch würde es dort Schneewehen geben, aber bei weitem nicht so schlimm wie am Tag. Ähnlich sah es auch in Schleswig- Holstein aus: Behinderungen gab es wegen des aufgetürmten Schnees noch immer - am meisten in Nähe der Ostseeküste. Am Freitag konnten sich die Schulkinder wieder auf einen Tag “winterfrei“ freuen, weil die Schulbusse immer noch nicht durchkommen werden.

"Schneetief bereits abgezogen"

Immerhin soll das Wetter in den nächsten Tagen nicht mehr so verrückt spielen. “Das Schneetief ist bereits abgezogen und liegt über der Ostsee und Südschweden“, sagte der Meteorologe vom Dienst beim Deutschen Wetterdienst (DWD), Michael Goethel, der Nachrichtenagentur dpa, am frühen Freitagmorgen. Am Freitag könne es in Küstennähe der Ostsee zu Schneefällen und Schneeschauern kommen, also in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Auch am bayerischen Alpenrand bei Chiemgau könne wieder Neuschnee bis zu fünf Zentimeter hoch fallen. Trotzdem: Kalt bleibt es - und frostig. “Die Temperaturen fallen heute Nacht auf teilweise bis unter minus 15 Grad.“

Für das Wochenende sagte der DWD-Wetter-Experte für Rheinland- Pfalz, die Eifel und Nordrhein-Westfalen noch Schneefälle voraus. Und weil milde Meeresluft aufkomme und der Schnee deswegen in Regen übergehe, könne es deshalb gefrieren, so Goethel. “Am Sonntag besteht in diesen Regionen deshalb Glatteisgefahr.“ Etwas wärmer wird es aber sicher: “Am Wochenende werden die Temperaturen bei um oder über null Grad liegen.“ Und wie sieht der Trend für nächste Woche aus? “Nach jetziger Erkenntnis wird es nasskalt: Mal Schnee, mal Regen.“

dpa

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