Resistenz gegen Impfstoffe

Droht Deutschland die Katastrophe? Experten warnen vor Super-Virus-Mutation

Die Mutationen des Coronavirus verbreiten sich rasend schnell in Deutschland. Wird der Pandemie nicht Einhalt geboten, könnte ein Super-Virus entstehen.

Die Massenimpfungen in Zeiten steigender Coronavirus-Infektionen* in Deutschland könnten sich fatal auf die Bekämpfung der Pandemie auswirken. Der Grund: Wird die Masse geimpft, wenn die Infektionszahlen explodieren, begünstigt das die Bildung von teils neuen gefährlichen Virusmutanten. Experten warnen eindringlich davor, dass die Corona-Impfstoffe in der EU* im schlimmsten Fall gegen solche neuen Mutationen des Coronavirus* wirkungslos sind. Im Folgenden berichtete echo24.de* darüber, wie gefährlich der derzeitige Corona-Kurs in Deutschland daher sein könnte.

Experten warnen vor Super-Virus-Mutation: Was Impfen so gefährlich macht

Eine der Experten, der sich für ein anderes Vorgehen in der Coronavirus-Pandemie ausspricht, ist Kanzleramtschef Helge Braun, der selber Arzt ist. Würde eine neue Variante des Coronavirus entstehen, die gegen die vorhandenen Corona-Impfstoffe resistent sei, „stünden wir mit leeren Händen da“, warnt Braun im Gespräch mit der Bild-Zeitung im Hinblick auf das derzeitige Vorgehen. Aber wie kommt es eigentlich zu solchen Mutationen? Und warum ist eine Mutation gefährlich und andere wieder nicht?

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sind Mutationen einer Virusvariante erst einmal nichts Ungewöhnliches. Bestes Beispiel ist das Grippevirus, dass jährlich in verschiedenen Varianten auftritt. Auch deshalb biete die Grippeschutzimpfung nie einen ganz sicheren Schutz. Die Hersteller der sogenannten mRNA-Impfstoffe, darunter Biontech, gehen aber davon aus, dass ihre Vakzine auch gegen neue Virusvarianten wirken oder zumindest Todesfälle und schwere Krankheitsverläufe verhindern.

Corona-Kurs in Deutschland: Wann Mutationen so richtig gefährlich werden

Das geht aber nur solange gut, solange die Mutationen des Coronavirus keine neuen Eigenschaften entwickeln. Heißt: Der Mutant darf nicht den durch die Corona-Impfung hervorgerufenen Immunschutz aushebeln. Direkten Einfluss haben wir darauf aber nicht. Solche gefährlichen Mutationen des Coronavirus entstehen zufällig. Manche Erreger sind infektiöser als andere. Je nach Virustyp kommt es zu schweren oder weniger schweren Krankheitsverläufen.

Auch das Ansteckungsrisiko kann von Mutant zu Mutant unterschiedlich sei, wie die britische Corona-Mutation* nur allzu deutlich zeigt. Richtig gefährlich wird es, wenn sich eine neue Variante des Coronavirus, welche den Immunschutz aushebelt, in einem Menschen vermehren, der gerade einen Corona-Impfstoff verabreicht bekommt. Die Folge: Die Mutante wird durch die Impfung nicht beeinträchtigt und kann sich ungehindert über Wirtszellen vermehren.

Mutationen in Deutschland: Impfstoffe müssten erst angepasst werden

Viel schlimmer ist aber noch, dass der Mutant gegen das verabreichte Vakzin eine Resistenz entwickeln kann. Folglich wird der angewendete Corona-Impfstoff wirkungslos. Und wenn andere Menschen in der Nähe sind, kann auch sie der Mutant mit der Resistenz gegen den Corona-Impfstoff befallen, sofern es keine Schutzkonzepte wie Mindestabstand oder Maskenpflicht gibt. Kommt es auch noch zu einer hochansteckenden Mutation, ist das Chaos perfekt.

Biontech-Gründer Ugur Sahin arbeitet bereits an der Anpassung des Impfstoffs von Biontech an die Mutationen.

Wer das Risiko für impfresistente Mutanten reduzieren möchte, bringt deshalb erst die Zahl der täglichen Neuinfektionen runter und impft anschließend in hohem Tempo, schreibt die Süddeutsche Zeitung als Empfehlung an die Lenker in der Corona-Pandemie. Sollte es tatsächlich zu gefährlichen Mutationen des Coronavirus kommen, müssten vorhandene Impfstoffe im Eiltempo angepasst werden. Der Impfstrohhersteller Moderna testet bereits ein angepasstes Vakzin gegen die britische Mutation.

Mutationen in Deutschland: So will Biontech/Pfizer das Problem lösen

Die Frage ist nur, was einfacher ist. Ein besseres Vorgehen in der Corona-Krise oder ein noch nicht vorhandenes Vakzin-Update? Zumindest der Hersteller Biontech hatte angekündigt, ein Vakzin-Update am eigenen mRNA-Impfstoff relativ leicht durchführen zu können. Deutlich schwerer könnte so eine Anpassung an den vorhandenen Vektor-Impfstoffen wie von Johnson & Johnson, Sputnik V oder AstraZeneca sein. Sprich: Es könnte sich eine noch viel schlimmeren Knappheit an Corona-Impfstoffen in Deutschland entwickeln. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Wilfredo Lee/dpa

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